Deutsche Bäcker sind in aller Regel sehr stolz auf ihre Brotkompetenz – auch wenn manche inzwischen mehr Umsatz mit Kaffee als mit Brot machen. Fragt man dann, wer ihnen denn in Sachen Brot das Wasser reichen kann, kommen sie oft ehrlich ins Grübeln. Die Franzosen mit ihrem Baguette vielleicht. Aber sonst ist im restlichen Europa das Brotgeschäft doch fest in den Händen der Industrie. Ganz von der Hand zu weisen ist diese Ansicht nicht, Strukturen wie im deutschen Bäckerhandwerk mit seinem mittelständischen Filialbetrieben sind bei unseren Nachbarn selten anzutreffen. Was allerdings nicht heißt, dass es vergleichbare Betriebe gar nicht gibt. Nehmen wir zum Beispiel die Bäckerei von Thijs und Caroline Broekmans aus Panningen bei Venlo. 20 Fachgeschäfte betreibt das Familienunternehmen. Die Betonung liegt hier auf „Fachgeschäft“, denn eine Bäckergastrowelle wie in Deutschland hat es in den Niederlanden nie gegeben. Auch die Vorkassenzone ist praktisch unbekannt. Trotzdem kommt die Bakkerij Broekmans auf einen Brot-Umsatzanteil von 41 Prozent – zum überwiegenden Teil Kastenbrote. Lesen Sie hier mehr … [1]
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