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Blaue Bons für die blaue Tonne

Die seit Anfang des Jahres geltende Kassenbonpflicht hat uns allen die Existenz dieser kleinen weißen Zettel ins Gedächtnis gerufen. So präsent wurden auch die bestehenden Probleme sichtbarer: Die Entsorgung der Belege sollte nicht einfach über die Papiertonnen geschehen, denn das weiße Thermopapier ist häufig mit der bedenklichen Chemikalie Bisphenol A beschichtet. Damit gehört es in den Restmüll. Die neuen grau-blauen Kassenrollen können auf die Chemikalie verzichten, da das Abdrucken der Schrift allein auf physikalischen Reaktionen beruht. „Das Papier besteht aus mehreren Schichten. Beim Thermodruck wird die oberste Schicht transpatent und die darunter liegende schwarze Schicht kommt zum Vorschein“, verrät Walter Rothacker von Hersteller von Kassenrollen Schneider aus Albertshausen. Pascal Spiller, vom Kassenhersteller dascus, berichtet, dass das weiße Papier einfach gegen das blaue auszutauschen sei; eine Umrüstung der Kasse sei nicht nötig. Die leichtere Entsorgung ist aber nicht der einzige Vorteil des noch etwas ungewohnten Papiers: Wie das Magazin Chip auf seiner Website meldet, ist es auch unempfindlich gegenüber Licht und Feuchtigkeit. Dadurch ist die Aufbewahrung einfacher, als beim weißen Pendant, das durch Lichteinstrahlung schnell verblasst. „Außerdem darf es durch den Verzicht von Chemikalien auch in Kontakt mit Lebensmitteln kommen,“ betont Rothacker.