Wie man aus der Not eine Tugend macht, demonstriert gerade die Bäckerei Dorn aus Uebigau-Wahrenbrück (Brandenburg). Die Bäckerei hat ein Fachgeschäft und drei Lieferfahrzeuge, mit denen die Bevölkerung der Region mit Backwaren versorgt wird. Das Land Brandenburg hat die Brücke über die Schwarze Elster im Mai 2026 für mehrere Monate gesperrt, um Sanierungsarbeiten auszuführen. Dadurch ging der Umsatz bei der Bäckerei Dorn um ein Viertel zurück. Wie es der Zufall wollte, stand auf der anderen Seite des Flusses, in Winkel, ein Ladenlokal leer, das einmal ein Blumengeschäft beheimatet hatte. Es wurde von Stefan und Daniela Dorn, den Bäckerei-Inhabern, kurzerhand angemietet und soll demnächst seinen Betrieb aufnehmen. Beliefert wird die Zweigstelle von einem der eigenen Lieferfahrzeuge, die einen Umweg von acht Kilometern nehmen müssen. Geplant ist nach Auskunft von Daniela Dorn, dort auch ein Regal mit Produkten aufzustellen, die in der Region Elbe-Elster produziert werden. Ob man das Geschäft auch dann betreibt, wenn die Brücke wieder geöffnet ist, weiß Dorn noch nicht. „Wir werden sehen“, meint sie.
Not macht erfinderisch
Veröffentlicht von Benno Kirsch am in | Kommentare sind deaktiviert