Am 6. Februar wurde Dr. Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, vom Bäckerinnungsverband West mit dem „Großen Stutenkerl 2025“ ausgezeichnet. Es ist die höchste Auszeichnung, die der Verband zu vergeben hat. Dr. Linnemann reiht sich in eine lange Reihe prominenter früherer Preisträger wie Rita Süssmuth, Johannes Rau und Helmut Kohl ein. Er erhielt den Preis insbesondere für seine grundsatzprogrammatische Arbeit in der CDU und sein langjähriges Engagement in der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT).
Landesinnungsmeister Jürgen Hinkelmann betonte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit der kommenden Bundestagswahl: „Deutschland befindet sich in einer Rezession – einer größtenteils hausgemachten Rezession! Was wir in den letzten Jahren unter der Ampel-Koalition ertragen mussten, war insbesondere für uns Unternehmerinnen und Unternehmer nicht leicht. Unser Wirtschaftsstandort ist ohne Frage stark geschwächt – hier erwartet das Bäckerhandwerk von der kommenden Bundesregierung schnelle und weitreichende Schritte.“
Auch Zentralverbandspräsident Roland Ermer ging bei der Preisverleihung auf Versäumnisse der Ampel-Regierung ein: „Es kann so nicht weitergehen. Die neue Bundesregierung übernimmt von der Ampel-Regierung viele ungelöste Probleme, die angegangen werden müssen. Das muss rasch geschehen: In der Wirtschafts- und Mittelstandspolitik muss sich in den nächsten ein bis zwei Jahren spürbar etwas ändern, wenn man nicht möchte, dass der Unmut in der Bevölkerung und Unternehmerschaft über die ungelösten Probleme noch weiterwächst und sich bei kommenden Wahlen weitere Menschen enttäuscht von den etablierten Parteien abwenden.“ Zudem griff er während seiner Rede gleich mehrere für das Bäckerhandwerk wesentliche Themen der kommenden Jahre auf. Die Stichworte lauteten dabei Deregulierung und Bürokratieabbau, sichere und bezahlbare Energie und Wertschätzung für das Unternehmertum.
Laudator Michael Wippler, Ehrenpräsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, skizzierte in seiner launigen Laudatio die wesentlichen politischen Stationen Linnemanns und hob dabei besonders seine Nähe zum Handwerk sowie sein außerordentliches Engagement für den Wirtschaftsstandort hervor. Dr. Linnemann zeigt großes Verständnis für die Sorgen der anwesenden Bäcker und ging auf einige Fehler der Ampel-Regierung ein. Als ein Beispiel nannte Linnemann die Bonpflicht, deren Sinn er eigenen Angaben zufolge bis heute nicht begriffen hätte. „Ist völlig aus der Zeit gefallen“, so der CDU-Politiker und versprach den Anwesenden, Taten folgen zu lassen, sollte die CDU künftig wieder in der Regierungsverantwortung sein.