Manchmal behalten Schwarzseher nicht Recht. Viele hatten im Vorfeld der iba in Zweifel gezogen, dass das deutsche Bäckerhandwerk auf der Messe Präsenz zeigen würde. Schon nach dem ersten Messetag war klar: Die Handwerksbäcker kommen nach München. Insbesondere die neue Hallenstruktur mit den zwei Handwerkshallen wurde gut angenommen. Wir hatten so dann auch durch die Bank mit zumindest zufriedenen Ausstellern zu tun. So weit das Messefazit, dass man ohne Kenntnis der Zahlen ziehen kann.
Die iba war auch für das Handwerk eine Messe der Innovationen. Treiber ist die Personalnot der Betriebe, auf die Ladenbauer, Maschinenbauer, EDV-Anbieter und auch die Conveniencebranche mit Neuentwicklungen reagierten. Im Maschinenbereich haben wir das Gefühl, dass die Robotik für das Bäckerhandwerk noch etwas Zeit bis zum großen Durchbruch braucht. In den anderen Bereichen wie EDV oder auch Verkaufsorganisation scheint der Stand der Technologie nicht mehr das Nadelöhr zu sein. Zu arbeiten ist an den Prozessen und der Datenqualität in den Betrieben, ohne die die neuen Möglichkeiten kaum sinnvoll genutzt werden können. Die Bäcker, die die iba besuchten, wussten durch die Bank um diese Herausforderung und gehen sie an. So können wir – auch nach den vielen Gesprächen an unserem Stand – ein positives Fazit der Messe ziehen.
Fast hätten wir es vergessen: Ein Punkt wurde auf der Messe dann doch kontrovers diskutiert: Im Jahr 2025 werden Südback und iba stattfinden, mit entsprechenden Kosten für die Aussteller. Wir werden deshalb sehen, ob das Fazit 2025 wieder so positiv sein wird. Den ausführlichen Nachbericht der iba finden Sie in den nächsten Ausgaben des Back Journal, DBZ Magazin, Bäcker Zeitung und Backtechnik europe.