DBZ Magazin weckruf 05/2024: „Wege zur Förderung“

DBZ Magazin weckruf 05/2024: „Wege zur Förderung“

29.04.2024 | Henning Tau

Unter folgenden Links gelangen Sie zu den im Artikel erwähnten Inhalten.

Plattform für Austausch

Das Thema Ausbildung ist vielfältig und enorm wichtig. Nicht nur hinsichtlich Förderungsmöglichkeiten. Deshalb bekommt das Bäckerhandwerk gerade eine neue Plattform für den Austausch rund um dieses Thema. Auf leando.de sollen sich all diejenigen vernetzen, die mit der Ausbildung im Bäckerhandwerk betraut sind. Das Projekt ist vom Bundesbildungsministerium gefördert und wird vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks sowie den Fachschulen des ADB-Verbundes aufgebaut.

Link: https://leando.de/community/277ee4db-5dfb-453a-8697-6e90e97ee5f7/about

 

Unterstützung für Azubis

Nicht nur Betriebe, auch Azubis selbst werden bei ihrer Ausbildung unterstützt. Das sind gute Argumente, um Bewerber zu überzeugen, die Ausbildung anzutreten. Von folgenden Maßnahmen der Arbeitsagentur können junge Menschen profitieren.

Berufsausbildungsbeihilfe

Wer eine betriebliche Berufsausbildung macht, hat keinen Anspruch auf BaföG, unter Umständen aber auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Etwa, wenn die Ausbildungsstätte weit vom Elternhaus entfernt ist, ein gemeinsamer Haushalt mit dem Partner geführt wird und die gemeinsamen Mittel oder Unterstützungsmöglichkeiten der Eltern nicht ausreichen.

Link: https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/berufsausbildungsbeihilfe-bab

Mobilitätszuschuss

Der Mobilitätszuschuss ist eine neue Förderung, die Azubis in heimatfremden Regionen zwei Familienheimfahrten pro Monat während des ersten Ausbildungsjahres ermöglichen soll.

Link: https://www.arbeitsagentur.de/datei/flyer-fuer-junge-menschen-zum-mobilitaetszuschuss_ba048098.pdf

Berufsorientierungspraktikum

Absolviert ein junger Mensch ein Praktikum zur Berufsorientierung in Ihrem Betrieb, erhält er beispielsweise die Fahrkosten und die Kosten für eine auswärtige Unterkunft von der Bundesagentur für Arbeit erstattet.

Link: https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/probiere-beruf-praktikum/berufsorientierungspraktikum

 

Bundesweite Programme

Im Folgenden finden Sie einen Überblick mit Programmen, die Sie bundesweit in Anspruch nehmen können. Ansprechpartner ist jeweils die Bundesagentur für Arbeit (Kontaktdaten zum Arbeitgeber-Service auf Seite 16). Die Programme setzen teilweise bereits vor der eigentlichen Ausbildung an, um Bewerber vorzubereiten oder sicherzustellen, dass Anwärter und Betrieb zueinander passen.

Assistierte ­Ausbildung

Die Assistierte Ausbildung (AsA) soll sicherstellen, dass junge Menschen einen Ausbildungsplatz finden und erfolgreich ihre Ausbildung absolvieren. Auch wenn die Kompetenzen der Nachwuchskräfte den betrieblichen Anforderungen nicht sofort entsprechen. Die AsA unterstützt flexibel von der Suche eines passenden Bewerbers bis zum Abschluss. Über einen Bildungsträger bekommen der Betrieb und der Azubi einen Ausbildungsbegleiter zur Seite gestellt, der als feste Ansprechperson zur Verfügung steht. Sie unterstützt beispielsweise bei der Organisation der Ausbildung oder bei der Konfliktlösung. Die AsA kann auch in Verbindung mit einer Einstiegsqualifizierung genutzt werden.

Link: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/ausbilden/assistierte-ausbildung-betriebe

Betriebliche Einstiegsqualifizierung

Eine Einstiegsqualifizierung (EQ) ist ein sozialversicherungspflichtiges betriebliches Langzeitpraktikum. Es soll der Vermittlung von Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit dienen. Der Betrieb erhält von der Bundesagentur für Arbeit oder dem Jobcenter auf Antrag einen Zuschuss zur Praktikumsvergütung und einen pauschalierten Anteil zur Sozialversicherung. Die EQ hat eine Dauer von vier bis zwölf Monaten.

Link: https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba013244.pdf

Zukunftsstarter

Von dem Programm Zukunftsstarter kann profitieren, wer gering qualifizierte Arbeitslose sowie gering qualifizierte Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss einstellen möchte, oder solche, die seit mindestens vier Jahren ihre erlernte Tätigkeit nicht mehr ausüben, aber über 25 Jahre alt sind. Gefördert werden Qualifizierungen, die auf einen anerkannten Berufsabschluss ausgerichtet sind.

Link: https://www.arbeitsagentur.de/k/zukunftsstarter

Menschen mit Behinderung integrieren

Wer Menschen mit Behinderung in sein Unternehmen aufnehmen möchte, wird von der Bundesagentur für Arbeit auf verschiedene Weise unterstützt. Dazu zählt unter Umständen auch eine Förderung in Form eines Zuschusses zur Ausbildungsvergütung. Wenn Sie die geförderte Person nach der erfolgreichen Aus- oder Weiterbildung übernehmen, können Sie außerdem einen Eingliederungszuschuss beantragen. Weitere Unterstützungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise für eine Probebeschäftigung von Menschen mit Behinderungen, hier erstattet die Bundesagentur für Arbeit die Kosten. Außerdem ist eine durch die Bundesagentur für Arbeit bezahlte begleitete betriebliche Ausbildung darstellbar.

Infos zur Ausbildung von Menschen mit Behinderung: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/foerderung-menschen-mit-behinderungen/zuschuss-ausbildung-weiterbildung

Infos zur Probebeschäftigung von Menschen mit Behinderung: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/foerderung-menschen-mit-behinderungen

Weitere Infos zur begleiteten betrieblichen Ausbildung: https://www.arbeitsagentur.de/datei/begl-betriebliche-ausbildung_ba013789.pdf

 

Förderungen der EU

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist eine der drei Säulen, auf denen die Förderung der Ausbildung in Deutschland fußt. Ziel des ESF ist, dass alle Menschen eine berufliche Perspektive erhalten. Daher kümmert sich der ESF besonders um diejenigen, die Gefahr laufen, aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzt zu werden, zum Beispiel benachteiligte junge Menschen, Langzeitarbeitslose sowie Migranten. Dabei entwickelt jeder Mitgliedsstaat und jede Region eigene Strategien, um das Ziel mit den Mitteln des ESF zu erreichen. In Deutschland gibt es deshalb Programme, die auf Bundesebene gefördert werden, und solche, die durch die Länder umgesetzt werden. Ausgestattet ist das ESF Plus-Bundesprogramm (2021-2027), das die Gesamtstrategie des Bundes für die Umsetzung des Europäischen Sozialfonds beschreibt, mit rund 6,56 Milliarden Euro. Über den untenstehenden Link landen Sie auf der Übersichtsseite des ESF, von dort aus klicken Sie auf das betreffende Bundesland, um auf der ländereigenen Website des ESF zu landen. Da beispielsweise für Niedersachsen 17.195 geförderte Projekte (inklusive des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) eingetragen sind, empfiehlt sich hier eine Suche über Stichworte wie Ausbildung oder Fortbildung.

Link: https://www.esf.de/portal/DE/ESF-Plus-2021-2027/Foerderprogramme/inhalt.html

Förderprogramme auf Landesebene

Folgende Förderprogramme aus den Ländern sind zu großen Teilen über den ESF finanziert und werden über die Förder- oder Investitionsbanken ausgereicht. Wir haben diese Programme beispielhaft abgebildet, da Handwerksbäckereien von diesen profitieren können und diese Programme häufig in ähnlicher Form in weiteren Bundesländern verfügbar sind. Sie bieten also einen guten Anhaltspunkt für eine eigene Recherche.

Verbundprogramme

Absolvieren Azubis Ausbildungsinhalte in unterschiedlichen Unternehmen, werden teilnehmende Betriebe dafür gefördert. Das soll besonders kleineren Unternehmen helfen, die gegebenenfalls nicht alle Ausbildungsinhalte selbst vermitteln können.

Link: https://www.sab.sachsen.de/richtlinie-berufliche-bildung-verbundausbildung?p_l_back_url=%2Fsuchergebnisse%3Fp_l_back_url%3Dhttps%253A%252F%252Fwww.sab.sachsen.de%252Fgroup%252Fguest%252F%257E%252Fcontrol_panel%252Fmanage%253Fp_p_id%253Dcom_liferay_layout_admin_web_portlet_GroupPagesPortlet%2526p_p_lifecycle%253D0%2526p_p_state%253Dmaximized%2526p_p_auth%253Dl2vD70px%26q%3Dverbund

Weitergehende Qualifikationen in der Ausbildung

Wer seinen Azubis weitergehende Inhalte vermitteln möchte, kann sich diese Investition in einigen Bundesländern fördern lassen. Möglich ist das beispielsweise in Sachsen-Anhalt.

Link: https://www.ib-sachsen-anhalt.de/unternehmen/aus-weiterbilden/weiterbildung-betrieblich

Benachteiligte Menschen oder Teilzeitausbildung

Wer benachteiligten Menschen eine Chance gibt oder eine Ausbildung in Teilzeit anbieten möchte, kann sich das beispielsweise in Bayern fördern lassen.

Link: https://www.stmas.bayern.de/berufsbildung/fitforwork/

 

Kontaktdaten & ­weiterführende Links

 

Kontakt zum Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/arbeitgeber-service

 

Kontakt zur ­Ausbildungsberatung der Handwerkskammern

https://www.handwerk.de/infos-zur-ausbildung/ausbildungsberatung

 

Unterstützungsübersicht der Bundesagentur für Arbeit

https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/fragen-rund-um-die-berufsausbildung

 

Datenbank des Bundesinstitut für Berufsbildung über sämtliche Förderprogramme

https://www.ueberaus.de/wws/programme.php

 

Auswärts zu Hause: Wohnraum für Azubis finden

https://auswaerts-zuhause.de/

 

Unterstützung bei der Bewerbersuche und Integration von ausländischen Fachkräften: Willkommenslotsen und Passgenaue Besetzung

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Ausbildung-und-Beruf/passgenaue-besetzung-und-willkommenslotsen.html

 

Mentorenprogramm VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen

https://vera.ses-bonn.de/    

 

Unterstützung bei Ausbildung von Menschen mit Behinderung

https://www.bih.de/integrationsaemter/aufgaben-und-leistungen/finanzielle-leistungen/finanzielle-leistungen-an-arbeitgeber/

 

Länderbündnisse für die Aus- und Weiterbildung

https://www.aus-und-weiterbildungsallianz.de/AAW/Navigation/DE/Laenderbuendnisse/laenderbuendnisse.html

 

Azubis ins Ausland entsenden

https://www.auslandsberatung-ausbildung.de/

 

Ausbildung in Teilzeit

https://www.bmbf.de/SharedDocs/Publikationen/de/bmbf/3/31373_Berufsausbildung_in_Teilzeit.pdf?__blob=publicationFile&v=15

 

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