Wer vor einigen Tagen die Messehallen in Bad Salzuflen betrat, den empfing ein warmes Gefühl. Zum ersten Mal luden die beiden Bäko Regionalgenossenschaften West und Ebäko zur gemeinsamen Hausmesse (Bericht auf Seite 10). Eine gute Stimmung herrschte auf der Messe, weil die Regioback schon von den reinen Zahlen mehr darstellt als nur die Summe der in der Vergangenheit durchgeführten Hausmessen im Bereich von West und Ebäko. 230 Aussteller und 3.000 Gäste kamen – und alle, mit denen wir gesprochen haben, waren zufrieden. Es bedurfte keiner riesigen Messestände. Alles wirkte irgendwie hemdsärmeliger als auf den ganz großen Messen – und trotzdem fehlte in der Breite der Aussteller kein Bereich. Eine Zugangsbeschränkung liegt wohl nur im Verhältnis der Lieferanten zur Bäko. Für den praxisnahen Eindruck sorgte besonders der Backstuben-Bereich, in dem die Hersteller ihre Anlagen aufstellten und beispielsweise gemeinsam das Messecafé versorgten. Alles unkompliziert und unter den Augen der Besucher. Das funktioniert nur, weil sich die Beteiligten gut kennen und die Messe von der Bäko Inhouse unter großem Einsatz der Mitarbeiter der Genossenschaft organisiert wurde. Wenn man sich dieser Tage in der Genossenschaft also hinsetzt, um über die Regioback und eventuelle zukünftige Veranstaltungen zu sprechen, wird das Fluch und Segen zugleich sein. Will man wachsen und die Messe weiter etablieren, wird sich das kaum noch selbst organisieren lassen. Gibt man die Organisation jedoch aus der Hand, wird es schwer, den Charme beizubehalten. So oder so, wir wünschen den Verantwortlichen ein glückliches Händchen für die Entscheidungen. Für die Bäcker im Norden und Westen könnte die Messe eine echte Bereicherung im ausgedünnten Messekalender darstellen.