Zu den Lehrsätzen für den erfolgreichen Betrieb von Bäckereicafés gehört das Sonnenplatz-Theorem: Wenn am Ende Geld herauskommen soll, muss man am Anfang an Außenplätze gedacht haben. So weit, so fast unumstritten. Bleibt nur noch das Problem, dass die Gäste stundenlang auf der Sonnentersasse herumlümmeln, ohne nach der Erstbestellung weiter zu konsumieren. „Mein Verkausteam schaut regelmäßig draußen nach dem Rechten und fragt nach weiteren Bestellungen“, lügt sich der ein oder andere Bäcker in die Tasche. Die realistischeren Kollegen wissen natürlich, dass genau das nicht passiert. Stellt sich die Frage, wie sich unter diesen Vorzeichen Service und Gast zusammenbringen lassen. Wir sind hier zugegebenermaßen große Freunde der QR Code-Aufsteller, mit denen die Gäste über ihr Mobiltelefon nachordern und auch gleich bezahlen können. Je nach System, steht dann noch die Selbstabholung oder die Lieferung durch einen sogenannten Runner auf dem Programm. Die Marktbegleiter aus der Gastronomie haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass König Kunde das entsprechende System gelernt hat. Also ein Projekt für Ihr Freiluftgeschäft 2026? Da praktisch jeder Kassenanbieter, der etwas auf sich hält, ein entsprechendes System im Portfolio hat, sind Kosten und Aufwand überschaubar. Die zusätzliche Belastung des Personals ebenfalls. 2026 dürfte für das Bäckerhandwerk nicht einfacher werden. Wer kann da etwas gegen eine Durchschnittsbon-Steigerung an passenden Standorten haben?