Entweder schlummert in Bäcker Rolf Herrmann aus Heilbronn ein kleiner Anarchist oder sein Keller war noch voller Krapfen-Figürchen von seiner Aktion im letzten Jahr. Denn auch 2024 verkauft Herrmann seine Berliner wieder mit Einstecker-Figürchen. Bereits 2023 haben ihm die Männchen, die unter anderem schwarze Menschen mit Knochenketten zeigen oder indigene Personen abbilden sollen, Ärger mit der städtischen Antidiskriminierungsstelle (Adi) eingehandelt. Damals wurde Herrmann von der Adi mit der Begründung abgemahnt, dass „die Art, wie die Männchen dargestellt seien, kolonialistische Vorstellungen reproduzieren – sowie die Geschichte von Unterdrückung und kultureller Aneignungen”, schreibt das Nachrichtenportal BW24. Herrmann zeigt sich nach wie vor unbeeindruckt: „Ich habe letztes Jahr dazu gestanden und ich stehe auch dieses Jahr dazu. Das ist keine Diskriminierung. Das ist unsere Faschingstradition in Deutschland.“
Falls Sie übrigens auch einmal nähere Bekanntschaft mit der örtlichen Anti-Diskriminierungsstelle machen möchten, gibt es Figürchen ähnlicher Art hier [1] noch zu kaufen. Aber Vorsicht: Verwendung auf eigene Gefahr.