Am Vorabend der Internorga 2026 traf sich auch in diesem Jahr wieder die Außer-Haus-Branche zum Internationalen Foodservice-Forum im Congress Center Hamburg. Bereits die große Besucherzahl – 1.800 waren gekommen – zeigt die Relevanz der Veranstaltung. Ebenso relevant, auch wenn sie selten ausdrücklich angesprochen wurden: Bäckereien. Sie sind mit ihrem Angebot selbstverständlicher Teil der Branche. Unter den zehn größten Systemgastronomen finden sich nach dem neuen Foodservice-Ranking gleich drei Bäckereien.
Das Programm des Forums bestand aus einer bewährten Mischung aus Analyse der Marktsituation und aufmunternden Vorträgen von Sportlern – Erik Meijer, ehemals Profi-Fußballer unter anderem bei Bayer Leverkusen und Alemannia Aachen – und Wissenschaftlern wie dem Neurowissenschaftler Benjamin Bargetzi und der Zukunftsforscherin Carina Stöttner. Insbesondere die Referate von Katrin Wissmann (Zeitschrift Foodservice) über die aktuellen Top-100 des deutschen Gastro-Marktes und von Jochen Pinsker (Forschungsinstitut Circana) über das Marktumfeld brachten Einsichten, von denen das Bäckerhandwerk profitieren kann. Wissmann legte zwar auch den Finger in die Wunde, als sie konstatierte, dass die Kunden durchaus anspruchsvoll, aber weiterhin preissensibel seien, wies aber darauf hin, dass insbesondere im ländlichen Raum die Bäckereien oft die Funktion eines „verlängerten Wohnzimmers“ hätten. Auch Pinsker hatte die schlechte Nachricht im Gepäck, dass die Besuchszahlen in der Außer-Haus-Gastronomie das Vor-Corona-Niveau nicht wieder erreicht hätten. Sein positives Resümee aber lautete: Seit 2016 steigt der Anteil des Frühstücks am Gesamtangebot fast kontinuierlich an und liegt jetzt bei rund 25 Prozent. Frühstück bleibt also ein Wachstumsfaktor, von dem Bäcker profitieren können.
Den ausführlichen Bericht vom Foodservice-Forum finden Sie in der April-Ausgabe des Back Journal.