Neues Jahr, neues Glück. Bäcker sind ja grundsätzlich positiv denkende Menschen, und deshalb freuen wir uns darauf, Sie durch ein herausforderndes Jahr 2026 begleiten zu dürfen. Sollte es doch einmal nicht so laufen wie geplant, denken Sie daran: Der Wetbewerb muss unter den gleichen Bedingungen arbeiten wie Sie – vom Bürokratieirrsinn bis zur Abgabenbelastung. Die backende Branche ist damit deutlich besser dran als die exportierende Chemie- oder Autoindustrie. Die Unternehmen dort haben es mit Konkurrenten zu tun, die weltweit zu deutlich besseren Bedingungen produzieren können. So scheint sich langsam auch herumzusprechen, dass unsere Branche selbst in stürmischen Zeiten noch ziemlich sichere Arbeitsplätze bieten kann. Jedenfalls hören wir aus vielen Betrieben, dass die Mitarbeitersituation zwar noch nicht gut, aber immerhin nicht mehr katastrophal ist. Und damit wären wir auch schon bei einem Projekt, das einige Handwerksbetriebe in den vergangenen Jahren auf die lange Bank geschoben haben: Aus Sorge, Mitarbeiter zu vergraulen, unterblieb in mancher Backstube die kritische Prüfung, ob der ein oder andere Mitarbeiter wirklich ausgelastet ist. Es ist nicht zu erwarten, dass im Jahr 2026 ein fühlbares Wirtschaftswachstum den Bäckern einen Umfrageschub beschert. Eher werden die Kunden wie schon im Jahr 2025 ihre Groschen zusammenhalten. Damit ist für die Betriebe interne Optimierung angesagt. Und ja, wir wissen: Es wäre natürlich schöner, wenn einmal im Staatsapparat und bei den Sozialleistungen optimiert würde und so die Belastung des arbeitendes Teils der Bevölkerung sinken könnte. Leider liegt das nicht in unserer Hand. Machen Sie also das Beste draus. Denken Sie weiter positiv. Verlag und Redaktion wünschen ein gesundes Jahr 2026.