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Generalversammlung der Bäko Zentrale: Das Bäckerhandwerk verliert Menge

Die Bäko Zentrale hat ihren Umsatz im Jahr 2025 mit 1,7 Milliarden Euro auf gleicher Höhe wie im Vorjahr halten können. Aufmerksamkeit weckten auf der Generalversammlung in Düsseldorf aber andere Zahlen: Im ersten Halbjahr 2026 hat die Genossenschaft teilweise im zweistelligen Prozentbereich Umsatz verloren. Für das zweite Halbjahr wird mit einer Konsolidierung gerechnet, aber am Ende des Jahres 2026 dürfte ein Minus im Bereich von vier oder fünf Prozent stehen. Die Bäko wies nicht aus, was davon auf Mengen- und was auf Preisrückgang zurückzuführen ist. Es ist aber sicher anzunehmen, dass die Bäkokunden in diesem Jahr spürbar Menge in den Kernsortimenten verlieren. In dem Zusammenhang bekam die Erinnerung von Vorstand Stefan Strehle, dass das backende Handwerk vor außergewöhnlichen Herausforderungen steht, besondere Dringlichkeit: „Die Herausforderungen sind so intensiv, dass wir alle noch stärker zusammenarbeiten müssen. Ein Marktteilnehmer allein kann das nicht mehr stemmen.“ Strehle machte weiterhin deutlich, dass die Aufgaben der Bäko Zentrale nach ihrem Selbstverständnis über die reine Warenversorgung hinausgehen: „Wir können Wachstum nicht über die Zahl der Kunden erreichen. Nur über höhere Kundenbindung, höhere Relevanz und Verbundintegration.“ Wie die Erfüllung des Förderauftrags in der Praxis aussehen kann, zeigten die Projekte Autonomo und „Dynamische Betriebsberatung“, die am Rande der Generalversammlung vorgestellt wurden: Beim hybriden Verkaufskonzept Autonomo reicht jetzt technikseitig die Installation von Kameras, Waagen sind nicht mehr notwendig. Die Investitionskosten sinken so um rund ein Drittel. Außerdem ist die Anschaffung neuer Verkaufsmöbel nicht mehr zwingend erforderlich. Ebenso interessant ist die „Dynamische Betriebsberatung“, ein Projekt mit der Servicegesellschaft des Rheinischen Bäckerhandwerks. Kurz zusammengefasst geht es darum, einem breiten Kreis von Betrieben zeitnah (Vergleichs)-Kennzahlen in einer Qualität zur Verfügung zu stellen, über die bisher nur die Mitgliedsbetriebe der großen Erfa-Veranstalter verfügen. In schwierigen Zeiten, in denen die Bäcker schnell auf Marktveränderungen reagieren müssen, wäre das eine sehr segensreiche Einrichtung, der man nur die Daumen drücken kann. Apropos Veränderungen: Auf der Generalversammlung gab es um die Plätze im Aufsichtsrat sogar eine unerwartete Kampfabstimmung. Dazu aber mehr im nächsten Back Journal.