Greenpeace schickt seine Aktivisten nicht nur auf die Kühltürme von Atomkraftwerken oder auf Schiffe, die Walfängern in die Parade fahren, sondern nimmt auch die Lebensmittelversorgung ins Visier. So geschehen in Österreich. Für ihren „Greenpeace-Marktcheck von Aufbackstationen von Brot und Backwaren in den österreichischen Supermärkten“ hat die Nichtregierungsorganisation die Backstationen von Billa, Billa plus, Mpreis, Aldi Hofer, Penny und Lidl untersucht. Sie prüften Brot, Kleingebäck, pikante Snacks und süße Mehlspeisen auf die Kriterien Bio, Pflanzlichkeit und Regionalität – „mit ernüchterndem Ergebnis“, wie es in einer Pressemitteilung heißt: „Das Bio-Angebot in der Backbox ist ungleich verteilt: Der Gesamtschnitt von 20 Prozent Bio-Anteil wird vorwiegend durch Basisprodukte wie Brot und Gebäck erreicht. Bei pikanten Snacks liegt der Bio-Anteil bei lediglich rund zehn Prozent, bei süßen Mehlspeisen findet sich kein einziges Bio-Produkt. Während etwa Brot meist aus Österreich stammt, wird bei Snacks und süßen Backwaren häufig auf importierte Tiefkühl-Teiglinge mit Mehl aus dem Ausland gesetzt.“ Die Organisation fordert den Handel nun dazu auf, den Bio-Anteil und den Anteil an pflanzlichen Backwaren im Backregal zu erhöhen und Rohstoffe sowie Vorprodukte in Österreich und weniger im Ausland einzukaufen.
Greenpeace Österreich kritisiert LEH
Veröffentlicht von Benno Kirsch am in | Kommentare sind deaktiviert