- Bäckerwelt - https://baeckerwelt.de -

Hans Albert Ruckdeschel wird 80 – und blickt nach vorn

In einem Interview, das er anlässlich seines 80. Geburtstages gab, hat sich der geschäftsführende Gesellschafter von Ireks, Hans Albert Ruckdeschel, zur Zukunft des Kulmbacher Familienunternehmens geäußert. Ruckdeschel ist seit über 50 Jahren an Bord – und wird es wohl noch eine Weile bleiben. „Ich bin im Ruhestandsalter und kann nicht darüber klagen, dass ich mich langweilen würde“, sagte er. „Ich gehe nach wie vor jeden Tag ins Büro und freue mich, wenn alles läuft.“ Nach seinem Studium wurde er in die Holdinggesellschaft J. Ruckdeschel und Söhne KG entsandt. Ab Januar 1975 war er als geschäftsführender Komplementär beschäftigt und arbeitete in der betriebswirtschaftlichen Abteilung.

In dem Interview betonte Ruckdeschel insbesondere den Gedanken des Familienunternehmens: „Besonders meine Frau stärkt mir seit 25 Jahren den Rücken. Dadurch, dass wir hier auf dem Betriebsgelände wohnen, ist sie sehr häufig im Unternehmen unterwegs. Sie ist da und dort vielleicht auch die Person, der man etwas zuflüstert, was man nicht mir direkt mitteilen will. Sie fährt mit auf Messen, unterhält sich mit Kunden und geht in ihrer Rolle auf. Das ist nicht selbstverständlich und darüber bin ich sehr froh. Es gefällt mir vor allen Dingen, dass meine Frau mit dem Herzen dabei ist. Auch, dass mein Neffe Stefan Soiné im Unternehmen ist, betrachte ich als großen Glücksfall. Er hat sich hier beworben, als uns während der Planungen für unsere Backzutatenfabrik der plötzliche Tod des damals Verantwortlichen schwer traf. Seitdem hat er nicht nur in technischen Belangen sein Wissen zu Gunsten unserer Firmengruppe eingebracht, sondern sukzessive auch Geschäftsführungs- und Aufsichtsratsfunktionen bei verschiedenen Konzerngesellschaften im In- und Ausland übernommen. Letztendlich bin ich ebenso froh, dass die Gesellschafter mir in all diesen Jahren ihr Vertrauen geschenkt haben und immer noch schenken.“

Ruckdeschel bilanziert: „Ireks ist im Grunde mein Leben. Ich habe das Unternehmen wachsen sehen, aber es war nicht immer nur heile Welt. Man hat gelacht, man hat gestritten, man hatte Misserfolge genauso wie Erfolge. Letztere haben glücklicherweise die Oberhand behalten. Jedes Unternehmen unserer Firmengruppe hat seine eigenen Herausforderungen und Perspektiven. Dennoch sollte es so sein, dass wir am Ende alle daran denken: Wir sind eins! Wenn wir eins sind, haben wir auch in dieser schlimmen geopolitischen Situation, in der wir uns gerade befinden, eine positive Perspektive für die Zukunft. Dank Vertrauen und Zusammenarbeit ist in allen unseren Standortländern etwas entstanden, was meiner Ansicht nach – weil es eben auch menschlich gut begleitet wurde und wird – von Dauer sein kann. Wichtig ist, dass auch in den nächsten Generationen das Herz dabei ist und es nicht nur ums Geldverdienen geht. Das wollen wir auch, aber wichtig ist, dass eben alle in der Zusammenarbeit und im Zusammensein einen wirklichen Nutzen erkennen können.“