Die Bäckerei Olsson in Bielefeld setzt seit kurzem Insektenvernichter mit UV-Licht ein. Eine Maßnahme, die unter den Gästen für Irritationen sorgt. Nicht alle Kunden sind mit der Tötung der Tiere einverstanden. Vor allem, weil nicht nur Wespen, sondern auch Honigbienen in den Fallen landen. Erst im August hatte eine Mutter eine Bäckerei in Emden (Niedersachsen) angezeigt [1], nachdem ihre Tochter auf den Anblick einer toten Biene in einer Insektenfalle in der Theke emotional reagiert hatte.
Die Neue Westfälische hat Bäckereibesitzer Jörg Olsson nach den Gründen für die Einführung der Insektenvernichter befragt. Olsson erklärt in dem Bericht auf nw.de [2], dass sie in den ingesamt 20 Filialen der Bäckerei bereits eine Vielzahl von Schutzmaßnahmen ausprobiert hätten. Künstliche Hornissennester, Klebefallen, Strom. Am Ende hätten sich die meisten Maßnahmen entweder als wirkungslos oder als Quälerei für die Tiere erwiesen. Die neuen Insektenvernichter seien nicht ideal, aber immerhin deutlich effektiver.
Und die Tiere einfach Tiere sein lassen? Keine realistische Alternative. Viele städtische Gesundheitsämter verpflichten die Bäckereien in ihrer Region dazu, mit Sicherheitsmaßnahmen gegen starken Wespenbefall vorzugehen. Die Betriebe müssen also reagieren.
Tipp: Der Ladenbauer AHA zeigte auf der Iba 2025 ein dreistufiges Wespenvergrämsystem (ab Minute 4:50): Einfach hier klicken [3].