Nachdem die Investorensuche für eine Gesamtübernahme der insolventen „Unser Heimatbäcker GmbH“ (Lila Bäcker) erfolglos geblieben war, hat Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff zum Jahresbeginn die Schließung von 72 Filialen bekannt gegeben. 160 Filialen, für die Investoren grundsätzlich Interesse bekundet haben, werden fortgeführt. Knapp ein Drittel der 1.600 Mitarbeiter muss das Unternehmen als Konsequenz aus der Filialbereinigung entlassen. Gleichzeitig erklärte Brockdorff, dass für die ebenfalls insolvente Mäkebörger Kuchenmanufaktur mit ihren 152 Mitarbeitern gute Zukunftschancen bestünden. Man habe hier den Umsatz mit neuen Geschäftskunden steigern können.
Insolvenzverwalter Brockdorff stellte auf einer Betriebsversammlung am Dienstag die Liste der fortgeführten Filialen in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Schleswig-Holstein vor. Die Entlassungen beträfen vor allem die Unser Heimatbäcker GmbH mit der Produktion von Brot und Brötchen in Pasewalk sowie den Filialen und Cafés und die Unser Heimatbäcker Logistik GmbH, die für die Belieferung des Filialnetzes zuständig ist. Bei der Unser Heimatbäcker Holding GmbH und der Mäkelbörger Kuchenmanufaktur GmbH, die in Neubrandenburg Kuchen und Gebäck herstellt, seien keine Entlassungen vorgesehen.
Durch die Konzentration auf umsatzstarke und rentable Standorte soll der Lila Bäcker für Investoren wieder attraktiv werden. Brockdorff: „Wir führen den Lila Bäcker ab Januar mit rund zwei Drittel der Filialen und der Mitarbeiter fort. Denn diese 160 Filialen und Cafés befinden sich an interessanten Standorten und werden gut besucht. Die Backstube der Mäkelbörger Kuchenmanufaktur ist ausgelastet und die Nachfrage von Geschäftskunden ist hoch. Eine verkleinerte Filialbäckerei eröffnet neue Chancen für Investoren.“