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Nach Rassismusvorwurf: Bäckerei Möbius bringt Gebäck unter neuem Namen zurück

Im Frühjahr nahm die Bäckerei Möbius (Oederan/Sachsen) ihr Produkt „Mohrenkopf“ aus dem Sortiment, weil es öffentliche Aufmerksamkeit gegeben hatte. Eine anonyme Gruppe „SektGabi*s“ hatte die Bezeichnung der puddinggefüllten Biskuitschale mit kakaohaltiger Fettglasur als rassistisch bezeichnet und auch gleich Alternativbezeichnungen wie „Schokokuss“ und „Schokoladenballen“ vorgeschlagen. Anfang Oktober ist das Produkt, begleitet von einer kleinen Kampagne auf Instagram, ins Sortiment zurückgekehrt, allerdings unter einem anderen Namen: Es heißt jetzt „M-Kopf“. Den Rassismusvorwurf weist Inhaber Mathias Möbius nach wie vor zurück. Der Zeitung Blick sagte er anlässlich der Wiedereinführung: „Um mit den Gemütern der Aktivistinnen und diesem Thema respektvoll umzugehen, hatten wir uns damals entschieden, dieses Gebäck zunächst aus dem Sortiment zu nehmen. Nun freuen wir uns, bekannt zu geben, dass unser beliebtes Traditionsgebäck ab dem 9. Oktober 2024 wieder bei uns verkauft wird.“ Die anonymen Aktivisten sind allerdings nicht zufrieden mit Möbius. „Der Geschäftsführer handelt weiterhin bewusst rassistisch“, zitiert sie die Bild Zeitung. Bild zufolge kostet ein M-Kopf 2,35 Euro; er habe sich am ersten Tag mit 190 Stück doppelt so gut verkauft wie vorher.