Bei der Sichtung der Bewerbungen für den Marktkieker sind uns in diesem Jahr einige Dinge aufgefallen. So hatten die Kandidaten ihre Fluktuationsquote im Blick und konnten die Entwicklung über mehrere Jahre beschreiben. Gleiches galt für die Logistikkosten, die früher oft nicht sauber getrennt wurden. Die Betriebe reagieren damit auf ein Spektrum von Herausforderungen in diesem Bereich – von der Fahrersuche bis hin zu den steigenden Kosten. Nun wird selbst ein mittelprächtiger Prophet vorhersagen können, dass an dieser Front nicht mit Entlastung zu rechnen ist.
Ein Branchenexperte hat uns vor kurzem darauf hingewiesen, dass manche Bäcker inzwischen Logistikkosten von acht Prozent erreichen. Die Grenze, ab der man sich Fiilalumsatz mit einer überproportionalen Steigerung der Logistikkosten erkauft, scheint also näher an die Backstuben herangerückt zu sein. Oder anders gesagt: Den Luxus, nicht in die Touren passende Geschäfte zu betreiben, kann man sich heute immer weniger leisten. Von den Schwierigkeiten beim Presonalmanagement dieser Standorte ganz zu schweigen. Dagegen hat der Kollege mit dem kompakteren Vertrebsgebiet auch noch einige Steuerungsoptionen mehr – vom Ladenbacken bis zur Snackproduktion. Der langen Rede kurzer Sinn: Es ist gut, dass die Bäcker die Logistikkosten und auch die Folgekosten stärker in den Fokus nehmen.