Die Mittel aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds, der kleinen und mittleren Unternehmen die Last der hohen Energiekosten drücken helfen soll, werden kaum in Anspruch genommen. Das berichtet die Zeitung Die Welt, die sich auf einen Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bezieht. 750 Millionen Euro stehen zur Verfügung, bisher haben aber zum Beispiel aus dem Bäckerhandwerk lediglich 14 Unternehmer einen entsprechenden Antrag gestellt. An vier von ihnen sind 104.370,01 Euro überwiesen worden. Auch Unternehmen anderer Branchen haben weniger Anträge gestellt als erwartet. „Zum Stand 5. Juli 2023 wurden in den Ländern insgesamt 255 Anträge mit einem Antragsvolumen von rd. 11,3 Millionen Euro gestellt“, zitiert die Welt. „Für 98 Anträge wurden Auszahlungen in Höhe von rund 1,64 Millionen Euro vorgenommen.“
Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks Friedemann Berg warnte in der Zeitung davor, aufgrund dieser Zwischenbilanz Entwarnung zu geben: „Die Kriterien sind so eng formuliert, dass kaum eine Handwerksbäckerei als Härtefall anerkannt wurde oder werden wird“, sagte er. Die Lage in den meisten Betrieben sei „nach wie vor angespannt“.