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Özdemir: Kein Werbeverbot für Brezeln geplant

Bundesernährungsminister Cem Özdemir will Kinder vor dem schädlichen Einfluss von Werbung bewahren, um ihre Gesundheit zuschützen. Deshalb will er, dass zwischen 17 und 22 Uhr im Fernsehen keine Werbung für ernährungsphysiologisch ungünstige Lebensmittel mehr gezeigt wird. Betroffen davon sind stark zucker-, salz- und fetthaltige Süßigkeiten oder Snacks. Doch nun ist Politikern der Opposition aufgefallen, dass das Verbot auch regionale Spezialitäten betreffen könnte, also diverse Wurstsorten, Käse oder auch die schwäbische Brezel. Unter anderem der hessische CDU-Generalsekretär Manfred Pentz kritisierte den Minister scharf. „Wir setzen uns gegen das Werbeverbot für unsere Spezialitäten ein und stehen für regionale Esskultur statt Berliner Cancel Culture.“ Nach Angaben der Bild-Zeitung verteidigte das Ministerium den Plan: „An Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung preist häufig hochverarbeitete Produkte an, die viel Zucker, Fett oder Salz enthalten. Der übermäßige Verzehr solcher Lebensmittel trägt zu ernährungsmitbedingten Erkrankungen bei“, wie ein Sprecher sagte. „Nach wissenschaftlichen Studien ist die Werbung für diese Lebensmittel ein relevanter Faktor.“ Der Minister selbst bekräftigte, Brezeln zu mögen und keinesfalls ein Werbeverbot für sie anzustreben.