Der Hamburger Bezirk Barmbek-Nord hat ein Projekt gestartet, das das Problem des Mangels an öffentlichen Toiletten preiswert lösen soll: Anstatt neue, kostenintensive Bedürfnisanstalten zu errichten, subventioniert man lieber Gastronomen, die ihre Toiletten auch für diejenigen öffnen, die nicht ihre Gäste sind. Dafür, dass sie sich als „Nette Toilette“ zu erkennen geben, sollen sie eine Pauschale erhalten. Für den Test hat der Bezirk 17.000 Euro eingeplant.
Das Konzept ist bekannt aus 400 weiteren Städten Deutschlands. Auch Bäckereien beteiligen sich hin und wieder daran, teilweise, ohne dass sich etwas ändert: „Hier wurde noch nie jemand abgewiesen, der aufs WC muss“, wird beispielsweise Bäcker Jochen Meyer aus Wildshausen zitiert, dessen sanitäre Einrichtung ebenfalls eine „Nette Toilette“ geworden ist. Anders die Bäckerei Steinbrink aus Remscheid [1]. Sie hat sich wegen der größeren Verschmutzung schon 2023 wieder aus dem Projekt zurückgezogen.