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Redebedarf

Langsam, aber sicher wächst Spezialitätenkaffee aus seiner Nische heraus und wird auch für die breite Masse immer zugänglicher. So wagte beispielsweise Melitta als Großröster mit seinen Manufaktur- Spezialitätenkaffees bereits den Sprung ins Supermarktregal. Für kleinere Spezialitätenröster hingegen bleibt die Herausforderung bestehen, Neukunden außerhalb der eigenen Reichweite zu generieren und die eigene Markenbekanntheit zu steigern. Genau diese Reichweite versprechen große Online-Marktplätze wie 60beans, roasted und roastmarket, hinter denen namhafte Großunternehmen stecken – Zalando für Spezialitätenkaffee sozusagen. In der Rösterszene scheiden sich die Geister. Doch wie so häufig im Leben gibt es auch bei diesem Thema kein Richtig oder Falsch. Wiederverkäufer wie der LEH und große Online-Portale sind in der Regel effizienter und reichweitenstärker als eigene Shops, allerdings bleiben dort dann eben auch Margen hängen. Am Ende ist es die individuelle Vertriebsentscheidung des Rösters, wo er sein Produkt verkauft. Übrigens: Während der Recherche zu unserem Titelthema hatte es mein Kollege Martin Wispel nicht leicht. Neben klaren Befürwortern und absoluten Gegnern gab es auch einige angefragte Betriebe, die sich leider gar nicht dazu äußern wollten. Zugegeben: Für viele Röstereien scheint der Verkauf über große Online-Portale ein sensibles und vor allem emotionales Thema zu sein – immerhin geht es dabei auch um Vertriebswege und Umsätze. Doch gerade, um solch relevante Themen wie dieses beleuchten zu können, sind wir auf Ihre Meinungen und Erfahrungen angewiesen.