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Rückzug der Migros: 200 Tegut-Filialen und Herzberger Bäckerei gehen an Edeka

Tegut

Die Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) zieht sich nach eigenen Angaben aus dem deutschen Markt zurück und verkauft seine mehr als 300 Tegut-Filialen. 200 der Standorte will GMZ an Edeka verkaufen. Auch das Logistikzentrum in Michelsrombach, die Herzberger-Bäckerei sowie die Smart Retail Solutions, Betreiberin der Teo-Standorte in Deutschland, gehen an Edeka. Die Marke Tegut wird nicht weitergeführt.

Die übernommenen Standorte sollen laut Medienberichten in den genossenschaftlichen Edeka-Verbund integriert werden. Edeka und GMZ sollen diesbezüglich bereits eine Einigung erzielt und einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet haben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Ob und wer die restlichen Standorte übernehmen wird, ist noch unklar. Rewe und Aldi Nord haben ihr Interesse bekundet. Die Übergabe der Filialen steht noch unter dem Vorbehalt einer Zustimmung durch das Bundeskartellamt.

In den Nachrichten wird bisher nur von „der Edeka“ gesprochen, wobei mehrere Regionalgesellschaften im Spiel sein dürften. Der Tegut-Stammsitz Fulda gehört beispielsweise zum Vertriebsgebiet der Edeka Hessenring. Interessant ist auch, auf welche Strategie die Edeka bei der Herzberger-Bäckerei setzt. Herzberger ist auf Bio-Backwaren spezialisiert und beliefert neben Tegut auch weitere Großabnehmer. Tegut-Vorkassenzonen sind in der Regel von lokalen Bäckereien besetzt. Auf Back Journal-Anfrage wollte die Edeka keine Angaben machen, die über die Pressemitteilung hinausgingen.

Die Supermarktkette Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet und ist heute in sechs Bundesländern vertreten, wobei sich die meisten Filialen in Hessen befinden. 2013 wurde Tegut von der schweizerischen GMZ übernommen. Heute arbeiten 7.700 Mitarbeiter bei Tegut.