Die Ankündigung des Schweizer Lebensmittelhändlers Coop, die Preise für Brot und Backwaren zu erhöhen, ist Stefan Flückiger, Präsident des Vereins Faire Märkte Schweiz, übel aufgestoßen. Er ist daher bei der Wettbewerbskommission vorstellig geworden und verlangt eine kartellrechtliche Untersuchung. „Die Brotpreise im Laden müssten angesichts der derzeitigen Situation günstiger werden, nicht teurer“, sagte er. Aufgrund der Ernteverluste von bis zu einem Drittel müsste verstärkt auf günstigeres Importgetreide gesetzt werden, das deutlich unter den heimischen Produktionskosten liege. Er sieht daher einen Fall von unlauterem Wettbewerb. Während Bäcker und Bauern mit steigenden Kosten und Ernteausfällen zu kämpfen hätten, machten Großmühlen und der Detailhandel ein lukratives Geschäft, argumentiert er. Der Dachverband Schweizerischer Müller nannte den Vorwurf „komplett falsch“. Auch Coop wehrte sich. Eine Sprecherin sagte der Zeitung Blick: „Wir halten uns an die Richtpreise, die in den Branchenorganisationen festgelegt werden. Die aktuellen Preise sind unter Berücksichtigung der geringeren Ernte bestimmt worden.“
Streit um Brot-Preiserhöhung bei Coop
Veröffentlicht von Benno Kirsch am in | Kommentare sind deaktiviert