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Streit ums Trinkgeld

Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen – ein Satz aus der Kindheit, der wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zur momentanen Trinkgeld- Debatte passt, die von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Gang gesetzt wurde. Gerade in kleineren Betrieben komme es laut NGG immer häufiger vor, dass die Beschäftigten von ihrem Trinkgeld nichts sehen, sondern dieses stattdessen in der Tasche des Chefs landet. Ein Unding und völlig unangebracht. Gäste zahlen gerne ein paar Euro mehr, wenn der Service aufmerksam und zuvorkommend und die Gerichte gut waren. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, einmal Danke zu sagen und die Leistung des Teams hinter dem Tresen und in der Küche wertzuschätzen. Wenn Ihr Team also so zufriedenstellend arbeitet, dass Gäste dafür mehr Geld bezahlen, dann gönnen Sie Ihnen dieses kleine Geschenk und seien Sie stolz darauf, diese Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen zu haben. Denn auch, wenn die Situation in Deutschland nicht so drastisch ist wie beispielsweise in den USA, wo das Trinkgeld einen erheblichen Teil des Lohns ausmacht, kann in Zeiten von Minijobs und Co. auf diese Weise der Stundenlohn durchaus aufgewertet werden.