Laut eigenen Angaben erreichte Vandemoortele in der ersten Jahreshälfte 2026 einen Umsatz von 1.014,2 Millionen Euro. Dies entspricht einem Minus von 40,1 Millionen Euro (-3,8 Prozent) im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. Das bereinigte Ebitda belief sich auf 116,5 Millionen Euro, so Vandemoortele. Im ersten Halbjahr 2025 hatte man noch 124,7 Millionen Euro (-6,6 Prozent) erreicht. Das belgische Unternehmen konzentriert sich auf die Kernbereiche Backwaren und pflanzliche Lebensmittel. Im Geschäftsbereich Backwaren konnte ein Umsatz von 685,7 Millionen Euro (-2,3 Prozent) erzielt werden. Der Handel mit pflanzlichen Lebensmitteln erwirtschaftete 339,5 Millionen Euro (-6,3 Prozent).
Die Zahlen führt Vandemoortele unter anderem auf „die niedrigeren Rohstoffpreise in den beiden Geschäftsbereichen und sinkende Absätze bei pflanzlichen Lebensmitteln“ zurück, heißt es in der Pressemitteilung. „Im ersten Halbjahr 2026 hat unser Unternehmen Resilienz in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld bewiesen, das von geopolitischen Spannungen und Inflation geprägt war“, erklärte CEO Yves Guérin. „Ein schwächeres Verbrauchervertrauen hat zu einem geringeren Konsum, insbesondere in unserem Viennoiserie-Segment, geführt, während die zunehmenden Produktionskapazitäten im Markt den Druck auf die Margen erhöht haben.“ Die Gruppe habe ihre Akquisitionsstrategie durch die Übernahme der Backwarenhersteller Dolciaria Acquaviva SpA Group (2024), Lizzi S.r.l. (2025) sowie Banneton Bakery (2026) fortgeführt. Gleiches gelte für die laufende Integration von Délifrance und die Übernahme des Margarine- und Brotaufstrichgeschäfts von Bunge (2025) mit dem Ziel, in beiden Geschäftsfeldern zu den europäischen Marktführern zu gehören. Vandemoortele ist in zwölf europäischen Ländern sowie in den USA und in Asien tätig.