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Was tun, wenn der … kommt?

Wachstum im Bäckerhandwerk ist wieder sexy. Eine ganze Reihe von Betrieben vergrößert derzeit ihren Einzugsbereich, ein Unternehmer spricht hier sogar von „200 Kilometer um die Produktion“. Die Expansionsstrategie ist diesen Bäckern nicht anzukreiden, so ist nun einmal der Wettbewerb. Neu ist trotzdem die Qualität, die sich die Betriebe trotz des schnellen Wachstums bewahren können. Sie hat durchaus eine andere Dimension als die große Filialitis-Welle zu Beginn der 2000er-Jahre, die zu Einheiten mit mehr als 1.000 Filialen führte. Damals konnte sich ein Handwerksbäcker fast freuen, wenn einer dieser Riesen neben ihm eröffnete: Hohe Preise, mittlere Qualität, schlechtes Filialcontrolling – da ließ sich gut Profil gewinnen. Das ist heute wie gesagt anders. Wir haben mit Kollegen gesprochen, die ohne Umschweife zugaben, dass sie von so einer Expansionswelle in wenigen Jahren förmlich verschlungen wurden. Falls Sie also bisher das Glück hatten, in einer Region mit mittlerer Konkurrenzintensität zu leben – das wird wahrscheinlich nicht so bleiben! Schauen Sie sich die Konzepte der expansiven Bäcker an und fragen Sie sich selbstkritisch, welche Chancen Ihre Filialen haben, wenn der große Kollege vis-à-vis eröffnet. Lassen Sie sich nicht von der ein oder anderen Schwäche des Wettbewerbers in Sicherheit wiegen. Achten Sie auf seine Stärken und wie die Kunden darauf reagieren. Stellen Sie sicher, dass die Kunden Gründe haben, bei Ihnen zu bleiben.  Kleiner Motivationshelfer für das daraus folgende Fitnessprogramm: Je besser Sie aufgestellt sind, umso wahrscheinlicher macht der große Kollege einen Bogen um Ihre Filialen. Oder wie wir Asterix-Lateiner sagen: Si vis pacem, para bellum (Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor).