Die Corona-Pandemie hat die meisten von uns auf dem falschen Fuß erwischt. Obwohl die Wissenschaft schon lange vor einem solchen Ereignis gewarnt hatte. Dass Putin wirklich in die Ukraine einmarschieren und nicht nur drohen würde, haben die meisten erst geglaubt, als es wirklich so weit war. Dabei hatten sich die Truppen lange vorher an der Grenze bereitgemacht. Der Mensch ist nicht gut darin, sich auf Szenarien vorzubereiten, die er nicht kennt, die in der Zukunft liegen und die möglicherweise niemals eintreten. Und sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten ist sowieso unmöglich. Deshalb ist der erste Reflex, Krisenvorsorge hinten anzustellen mehr als verständlich. Aber eigentlich ist die Vorbereitung auf Krisen kein eigenständiges Thema. Den Betrieb Stück für Stück weniger anfällig gegen kurzfristige Einflüsse von außen zu machen, ganz gleich welcher Natur, gehört zum alltäglichen unternehmerischen Denken. Auch wenn damit nicht unmittelbar Geld zu verdienen ist. Irgendwann macht sich zusätzlicher Lagerbestand bezahlt und wer Energiepreisspitzen abfedern kann, spart Geld. Es geht nicht darum, einmalig in Aktionismus zu verfallen, sondern das Thema im Hinterkopf zu behalten und ständig mitzudenken.
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