Planlos vor der Eistheke

Planlos vor der Eistheke

08.07.2022 | Kristina Bomm

Unruhig wippe ich hin und her, schaue links und rechts an den vor mir stehenden Leuten vorbei – in der Hoffnung, einen Blick auf die Eistheke am Ende der Warteschlange erhaschen zu können. Ich werde hektisch. Welches Eis möchte ich? Welches gibt es überhaupt? Sicherlich Standardsorten wie Vanille, Schoko und Erdbeere – aber darüber hinaus? Wenn ich das bloß wüsste. Und nicht nur mir geht es so. Auch die anderen Kunden strecken ihre Hälse. Welches Eis diese Bäckerei derzeit anbietet, ist auch für sie schleierhaft – zumindest bis zu dem Moment, wenn sie selbst an der Reihe sind. Die Frage der freundlichen Verkaufskraft, wie viele Kugeln und welche Sorten es denn sein dürften, überfordert mich – trotz Wartezeit. Die große Anzahl bunter Eiswannen macht es mir schwer, schnell einen Überblick zu gewinnen. Meine Lieblinge – Salted Caramel und Melone – entdecke ich auf Anhieb jedenfalls nicht. Das Problem der Unübersichtlichkeit beim Eiskauf ist häufig zu sehen: die Eistheke an der einen Seite der Warteschlange, der Kunde an der anderen – dazwischen nur Vermutungen zum Tagessortiment. Dabei können Sie in so einer Situation bereits mit einfachen Mitteln Hilfestellung leisten. Informieren Sie Ihre Gäste zum Beispiel mit gut sichtbaren Aufstellern, welche Top-Sorten Sie heute – zusätzlich zu den Klassikern – anbieten. So sind die Wartenden gelassener und die Verkaufsprozesse schneller. Außerdem locken Sie mit Werbeaufstellern womöglich weitere Passanten an, die vielleicht noch gar nicht wissen, dass es bei Ihnen auch Eis gibt. Bei den Backwaren gilt schließlich dasselbe. Nach vielen „Ähms“ und „Öhms“ habe ich mich übrigens für Kokos und Cookies entschieden.


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