Bürokratiewahnsinn wird vorgeführt

Bürokratiewahnsinn wird vorgeführt

27.05.2024 | Kristina Tewes

Als wir für diese Ausgabe mit Gründerin Yasmin Bantin über ihr Hamburger Café gesprochen haben, erzählte die Unternehmerin unter anderem von den bürokratischen Hürden, die sie in der Gründungsphase regelmäßig zum Stolpern brachten. Bürokratie ist ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite sorgt sie für die notwendige Struktur, die unsere Wirtschaft sicher und vertrauenswürdig machen soll. Auf der anderen Seite stellt sie eine lähmende Last dar, die wertvolle Ressourcen verschlingt. Der damit verbundene Papierkram, aufwendige Antragsverfahren und kompliziertes Behördendeutsch lassen selbst den motiviertesten Unternehmer manchmal verzweifeln. Bürokratie muss sein, aber darf nicht zum Selbstzweck werden. Prozesse sollten effizient, transparent und vor allem praxistauglich gestaltet werden, damit sich unsere Branche auf das konzentrieren kann, was sie am besten kann: Kunden kulinarische Erlebnisse bieten. Um der Politik die branchenübergreifende Bürokratieproblematik nochmals vor Augen zu führen, eröffnete die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft im Mai ein ganz besonderes Projekt: das Bürokratie-Museum in Berlin. Die Pop-up-Ausstellung stellt auf humoristische Weise den Alltag der deutschen Bürokratie dar, um deren Übermaß zu kritisieren. Im Museum lauern beispielsweise „Gesetzesfallen“ aus Paragraphen, es gibt einen „Warte-Warte-Warte-Warte-Warte-Raum“ sowie ein Schneckenrennen vom Antrag bis zur Genehmigung. Ziel ist es, die Probleme durch übermäßige Bürokratie sichtbar zu machen.


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