Der Beck eröffnet neue Brot- und Brötchenproduktion

Foto: BW / Stefan Schütter 2025

Der Beck eröffnet neue Brot- und Brötchenproduktion

24.02.2025 | Stefan Schütter

Am 20. Februar hat Marktkieker-Preisträger Der Beck in Erlangen-Tennenlohe seinen modernen Neubau eingeweiht. Zu den Gratulanten zählten viele prominente Gäste und Freunde des Hauses, wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann.

Das dreigeschossige Gebäude vereint eine zentrale Produktionsstätte, ein Bäckerei-Café mit integrierter Schau- und Lehrbackstube sowie moderne Büro- und Verwaltungsräume. Künftig werden alle Herstellungsprozesse für Brot und Brötchen an diesem Standort auf jeweils 1.400 Quadratmetern gebündelt. Durch das größere Platzangebot sind nun längere Teigruhen und Reifezeiten möglich. „Der Teig für unsere Brote und Brötchen braucht Zeit und Raum, um sein volles Aroma zu entfalten – durch den Neubau kann dieses Qualitätsmerkmal nochmals gesteigert werden“, erklärte Dominik Beck, Geschäftsführer von Der Beck. „Unser Roggensauerteig reift beispielsweise in einer 2-Stufen-Führung mit einer Stehzeit von 17,5 Stunden.“, so Beck weiter. Auch Regionalität spielt bei Der Beck seit jeher eine große Rolle. So verwendet die Bäckerei, soweit es möglich ist, Rohstoffe aus regionaler Herkunft.

Ein besonderes Highlight der neuen Produktion: Mit wenigen Ausnahmen werden künftig alle Brot- und Brötchensorten auf traditionelle Art in Stein- und Holzbacköfen gebacken. „Durch das Backen auf der Steinplatte erhalten die Brote eine besonders knusprige Kruste, bleiben aber innen schön saftig.“, so Beck. Die Modernisierung der Technik spielte bei den Planungen für den Neubau eine wichtige Rolle, nachdem es immer schwieriger wurde, Ersatzteile für Reparaturen älterer Maschinen und Anlagen zu erhalten. „Mit dem Neubau sichern wir nicht nur unsere Produktionskapazitäten, sondern investieren auch in die Zukunft unserer Bäckerei am Standort Erlangen-Tennenlohe“, legte Beck dar. Die räumliche Vergrößerung verbessert dabei nicht nur die Produktionsabläufe, sondern auch das Arbeitsumfeld für die Bäcker: Moderne Lüftungsanlagen minimieren Mehlstaub in der Backstube und der flexible 2-Schichtbetrieb ermöglicht eine bessere Verteilung der Arbeitsabläufe. So können Tätigkeiten, die bislang in die Nacht fielen, nun in den Tag verlegt werden.

Die in den Neubau integrierte Filiale präsentiert sich zudem in einem modernen, frischen Look. Neben den gemütlichen Innensitzplätzen erwarten die Besucher eine stilvolle Kaminlounge, in der sie entspannen können, sowie ein lichtdurchfluteter Wintergarten, der zum Verweilen einlädt. Die große Glasfront der neuen Schau- und Lehrbackstube, in der künftig auch Seminare rund um das Brotbacken geplant sind, gewährt einen Blick hinter die Kulissen. Das von RWP-Architekten aus Schweinfurt entworfene Gebäude besticht durch moderne Technologie. Computergesteuerte Prozesse optimieren die Produktion, während innovative Anlagen zur Energieeffizienz beitragen. Die neue Ofenanlage reduziert signifikant die CO₂-Emissionen. Ein 100 m³-Heizwasser-Pufferspeicher nutzt die Abwärme von Öfen und Kühlanlagen zur Beheizung und Warmwasserbereitung – ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Zudem ist die Erweiterung der bestehenden Photovoltaik-Anlage über das gesamte Dach geplant. „Mit diesem innovativen Konzept für den Neubau setzen wir auf eine zukunftsfähige Produktion, ohne dabei den handwerklichen Anspruch und die ausgezeichnete Qualität unserer Backwaren aus den Augen zu verlieren“, resümierte Beck. Zudem war es Familie Beck wichtig, dass das neue Gebäude auch die Verbundenheit zum Ortsteil Tennenlohe – dem Gründungsort der Bäckerei – ausdrückt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ziert die Fassade ein Kunstwerk (aus Acryl und Stahl) des Tennenloher Künstlers Dieter Erhard.

Einen ausführlichen Bericht über die neue Produktion finden Sie in der nächsten Ausgabe von Backtechnik Europe.