Am Vorabend der Trump-Wahl und des Bruchs der Ampel-Koalition feierte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks das 150-jährige Bestehen seiner Verbandsorganisation. Zahlreiche Bäcker sowie Vertreter aus Partnerverbänden und Politik trafen sich am 5. November im Haus der Kulturen der Welt, um das besondere Jubiläum zu begehen. In seiner emotionalen Festrede betonte Präsident Roland Ermer einmal mehr die wichtige Rolle des Zentralverbands bei der Vertretung der Interessen des Bäckerhandwerks nach außen: „Wir haben den Auftrag, im Namen aller Innungsbäcker die Rahmenbedingungen für das Bäckerhandwerk sicherzustellen und stetig zu verbessern. […] Nur mit einer starken Interessenvertretung kann es dem deutschen Bäckerhandwerk gelingen, Ziele und Interessen zu formulieren, in die Politik einzubringen und durchzusetzen.“ Auch schlug er deutlich kritische Töne gegenüber der Politik an: „Uns fehlt die Planungssicherheit. […] Wir brauchen mehr Eigenverantwortung. […] Es kann nicht sein, dass wir keine Leute mehr finden, die bei uns arbeiten wollen, gleichzeitig der Staat aber 40 Milliarden Euro für Bürgergeld ausgibt.“
Dem entgegnete ein sichtlich angeschlagener Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), der direkt aus dem Koalitionsausschuss in die „Schwangere Auster“ geeilt war, um das Bäckerhandwerk zu würdigen, mit dem Versprechen: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Ihre Betriebe weiter zu verbessern – damit Sie Ihrem Handwerk bestmöglich nachgehen und die Menschen weiterhin Ihre tollen Produkte genießen können.“ Ob sich Habeck selbst angesichts der nun anstehenden Neuwahlen noch an der Einhaltung dieser Versprechungen messen lassen muss, wird sich zeigen.




















