Café Paula nach Abmahnung durch internationale Bäckereikette umbenannt

Foto: Reinhard Hanselmann 2025

Café Paula nach Abmahnung durch internationale Bäckereikette umbenannt

23.01.2025 | Benno Kirsch

Für große Verwunderung hat im schwäbischen Pfuhl (bei Ulm) die Abmahnung einer Kirchengemeinde durch die französische Firmengruppe Holder S.A.S. gesorgt. Die Landeskirchliche Gemeinschaft Pfuhl hatte 2023 ein Café eröffnet, das dem 10.000-Seelen-Ort einen Treffpunkt bieten wollte, wie Reinhard Hanselmann von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Pfuhl erzählt. Das Café wurde benannt nach einer Kirchenmusikerin, Paula Tonnier, die zuvor in dem Haus gewohnt hatte, in das das Café eingezogen war. Um der Logo-Designerin, die wie alle anderen Beteiligten ehrenamtlich gearbeitet hatte, Reverenz zu erweisen, meldete man die Wort-Bild-Marke beim deutschen Patentamt an. Gegen die Eintragung allerdings erhob die französische Firmengruppe Holder S.A.S. Einspruch, weil sie Inhaber der Marken „Paul le Café“ und „Paul depuis 1889“ ist. Die Gemeinde wiederum legte Widerspruch ein. Doch kurz darauf trudelte ein Schreiben einer Münchner Anwaltskanzlei ein, in dem die Gemeinde aufgefordert wurde, den Namen zu ändern. Da man nach Rücksprache mit einem Anwalt die Aussichten, den Namen aufrechterhalten zu können, als gering einschätzte, gab man nach. Jetzt heißt das Café „Café Pfuhl“. Das Logo nutzt man weiter. Es wurde nicht beanstandet, vermutlich weil es nicht den Namen enthielt, sondern nur ein „P“.