Wir haben das Thema Bürokratie bestimmt ein Dutzend Mal angesprochen, aber lassen Sie Folgendes auf sich wirken: Eine aktuelle Studie des ifo Instituts zeigt, dass die deutsche Wirtschaftsleistung ab 2022 um jährlich 146 Milliarden Euro höher gewesen wäre, hätte man 2015 ähnliche Reformen zum Abbau von unnötigen Regulierungen und Bürokratie umgesetzt, wie sie etwa in Schweden erfolgt sind. Das würde demnach Steuermehreinnahmen von jährlich 30 Milliarden Euro bedeuten. Immer wenn im Wahlkampf also über die Finanzierung eines Vorhabens gestritten wurde, darf man sich wundern: Warum gehen wir nicht zuerst dieses grundlegende Problem an? Was die Unternehmen mit 146 Milliarden Euro mehr Umsatz für unseren Wohlstand leisten könnten, ist enorm. Auch dem Staat dürften viele seiner Aufgaben mit 30 Milliarden im Säckel deutlich leichter fallen. Außerdem ist damit noch etwas verbunden: Eine Forderung, die in den meisten politischen Lagern auf Zustimmung stoßen dürfte, ist ein verbindendes Element. Und wenn das Ziel das gleiche ist, lässt sich einfacher ein Weg dahin finden. Werden Sie bitte nicht müde, Ihre politischen Vertreter bei jeder Gelegenheit darauf hinzuweisen.
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