Ladenschlusszeiten: Verkaufsoffene Nächte

Ladenschlusszeiten: Verkaufsoffene Nächte

15.07.2025 | Dirk Waclawek

Auf die Idee, Läden ohne Personal jenseits der üblichen Öffnungszeiten und an Sonn- und Feiertagen zu betreiben, ist der Handel schon vor einigen Jahren gekommen. Problem für diese teilautonomen Konzepte wie die Teos der Tegut-Gruppe: Ein wichtiger Teil des Umsatzes wurde außerhalb der klassischen Ladenöffnungszeiten gemacht und als die Politik  diese Möglichkeiten einschränkte, verloren die Standorte deutlich an Attraktvität für die Betreiber. Nun tut sich aber etwas in Sachen Liberalisierung der Öffnungszeiten, selbst bei den Gralshütern des Ladenschlussgesetztes aus Bayern. Im Freistatt ist auch nach der Neufassung des Gesetzes, das am 1. August in Kraft tritt, in den klassischen Geschäften  ab 20:00 Uhr Schluss. Es gibt aber eine Ausnahme: Neu ist, dass Verbraucher in digitalen Kleinstsupermärkten, die ohne Personal auskommen, künftig auch sonntags rund um die Uhr einkaufen können. Allerdings darf die Verkaufsfläche maximal 150 Quadratmeter groß sein. Die Grünen forderten sogar, die maximale Verkaufsfläche der digitalen Supermärkte auf 400 Quadratmeter zu erhöhen. Schon wegen des Vandalismus-Problems dürften die neuen Freiheiten an vielen Standorten des Bäckerhandwerks nicht sinnvoll nutzbar sein. Trotzdem: Es gibt Lagen, bei denen der autonome Betrieb mit den neuen Öffnungszeiten attraktiver werden kann.


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