Die Berufsgruppe im Bäckerhandwerk, die neben Chefin und Chef am stärksten unter der Personalknappheit zu leiden hat, dürften die Verkaufs- und Bezirksleitungen sein. Noch immer gehen oft die ersten Stunden des Arbeitstages dafür drauf, die größten Personallücken in den Filialen zu schließen. Um danach noch gute Laune zu haben, braucht es schon ein sonniges Gemüt. Die Filialbesuche finden in der Folge in Hektik und gereizter Grundstimmung statt: „Warum ist XY noch immer nicht weggeräumt?“ „Ich hatte euch doch gesagt, dass Z nicht mehr vorkommen soll.“ In der Folge vergrößert sich das Personalproblem oft noch mehr. Was dagegen hilft? Zumindest in den eigenen Filialen immer zuerst das zu suchen, was sich verbessert hat: „Eure Snacktheke sieht ja wieder super aus.“ „Der Aufsteller steht jetzt an der richtigen Stelle, gut gemacht.“ Vorher wurden natürlich noch alle Teammitglieder wertschätzend begrüßt. Und erst dann redet man in ruhiger Atmosphäre über das, was sich verbessern lässt. Leichter gesagt als getan? Stimmt natürlich. Wer sich angewöhnt, auch das zu sehen, was funktioniert hat, verhindert aber nachweislich das Wachstum des Magengeschwürs. Und das kann ja auch schon eine Motivation sein.
Noch ein Tipp in eigener Sache: Am 1. Oktober findet ab 11 Uhr ein Back Journal-Webinar zum Thema „Filialbesuche“ statt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Newsletter Nr. 40/2025 der Bäckerwelt.
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