Vollständig ersetzbar?

Vollständig ersetzbar?

06.10.2025 | Dirk Waclawek

Kennen Sie den Job Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung? Nein? Das sollten Sie vielleicht ändern. Den Futuromat des IAB, einer Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit, können Sie nämlich einfach mit einer Berufsbezeichnung füttern und erhalten im Gegenzug eine Angabe, welche Kerntätigkeiten nach heutigem Stand automatisiert werden können. Meist kommen Werte zwischen 30 und 70 Prozent heraus, im Fall „Bäcker“ waren sich die Programmierer aber bei 100 Prozent der Kerntätigkeiten sicher, dass sie automatisiert werden können. Ups, das ist aber nicht nett. Jetzt wollen wir nicht den Boten der schlechten Nachricht schlagen, und die IAB verweist darauf, dass die menschliche Arbeit weiter flexibler oder von besserer Qualität sein kann, auch wenn grundsätzlich Roboter die Aufgaben übernehmen können. So oder so: Diese Substitutionseffeke haben Auswirkungen auf die langfristige Personalplanung. Vielleicht wird ja ein aktueller Fachkräftemangel in absehbarer Zeit keiner mehr sein? Ein bisschen Trübsinn kommt allerdings auf, wenn wir die technische Entwicklung mit der „Geschwindigkeit“ vergleichen, mit der zurzeit noch die Ausbildungsordnungen aktualisiert werden. Vielleicht heißt Bäcker zu sein ja in Zukunft, dass man am Anfang einen sechsmonatigen Grundlagenkurs absolviert und dann alle zwei Jahre wieder auf den neuesten Stand gebracht wird?


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