13,6 Prozent der Azubis litten 2024 an einer psychischen Erkrankung. Das fand die IKK Classic nach aktuellen Auswertungen heraus. Mentale Beschwerden belegen laut der Krankenkasse Platz zwei der häufigsten Krankheitsursachen – gleich nach Problemen mit den Atemwegen bei 35 Prozent. Betrachtet man die Bereiche Handwerk und Handel separat, stehen wir besser da: Hier liegt der Anteil psychischer Erkrankungen jeweils bei 10,7 Prozent. Nach der Industrie (20,2 Prozent), der Dienstleistungsbranche (14,6 Prozent) und dem öffentlichen Dienst (14,3 Prozent) bilden wir das Schlusslicht. Ein Grund zum Aufatmen? Keineswegs, denn niemand kann daran gelegen sein, dass jeder zehnte Auszubildende in Produktion und Verkauf in gesundheitliche Schieflage gerät. Mitarbeiter sind das wertvollste Gut unserer Betriebe – hinter dem so schwer zu bindenden Nachwuchs steht dabei ein Ausrufezeichen. Die gute Nachricht lautet: Das Bäckerhandwerk bietet günstige Strukturen, um dieser gesundheitlichen Herausforderung zu begegnen. So spekuliert die IKK Classic: Bewegung, Tagesstrukturen und ein starkes Gemeinschaftsgefühl wirken sich günstig auf einen gesunden Kopf bei Azubis aus. Dahinter können wir einen Haken setzen. Doch wir sollten mehr leisten: Mentale Gesundheit muss in standardisierte Prozesse aufgenommen werden. Ein Modul zur Stressbewältigung beim Onboarding, ein definiertes Vorgehen bei auffälligen Fehlzeiten, zugeschnittene Schulungen für Ihr Führungspersonal, um nur drei Ansätze zu nennen. Am wichtigsten bleibt: Haben Sie ein offenes Ohr und hören Sie Ihrem Nachwuchs zu – mit Ihrer Rückendeckung hat dieser die Kapazitäten, sich voll auf die sachlichen Herausforderungen der Ausbildung zu konzentrieren.
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