Siege haben viele Väter, Niederlagen sind Waisen. Schaut man sich die aktuellen Ausbildungszahlen an, dürfte es im Bäckerhandwerk gerade einige Vaterschaftsstreitigkeiten geben. Es kommen schließlich einige Akteure als stolze Erzeuger in Frage. Kurz zu den Daten: Während die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse deutschlandweit 2025 sogar leicht sank, meldet das Bäckerhandwerk ein Plus von 17 Prozent in der Backstube und von 9,3 Prozent im Verkauf. Die Lehre im Bäckerhandwerk hat also an Attraktivität gewonnen. Mögliche Väter des Erfolgs sind unter anderem
• die Betriebe, die die Qualität ihrer Ausbildung und damit auch die Attraktivität des Berufs deutlich verbessert haben
• die Betriebe, die für die Gewinnung von Auszubildenden inzwischen sogar um die halbe Welt reisen
• der Zentralverband, der das Niveau der Ausbildungsvergütung trotz einiger Widerstände spürbar erhöht und die Allgemeinverbindlichkeit festgeschrieben hat
• Ehrenamtliche und Fachschulen, die sich zum Beispiel beim Thema Überbetriebliche Ausbildung Verdienste erworben haben.
Kleinliche Geister könnten an der Stelle noch einwerfen, dass nicht die Zahl der Ausbildungsabschlüsse zählt, sondern die der mit einer ordentlichen Note bestandenen Abschlussprüfungen. Aber auch daran arbeitet man ja im Bäckerhandwerk. Biologie hin, Biologie her: Manchmal haben viele Väter auch ihre Vorteile.
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