Die italienische Wettbewerbsbehörde Autorità garante della concorrenza e del mercato (AGCM) hat eine Untersuchung der Preisbildung bei Lebensmitteln angekündigt. Anlass für diesen Entschluss ist die Beobachtung, dass sich in den letzten Jahren „eine deutliche Kluft zwischen der allgemeinen Inflation und der Inflation bei Lebensmitteln aufgetan“ habe. Insbesondere von Oktober 2021 bis Oktober 2025 seien die Lebensmittelpreise in Italien um 24,9 angestiegen, was einem Anstieg von fast acht Prozentpunkten gegenüber dem im gleichen Zeitraum verzeichneten Anstieg des allgemeinen Verbraucherpreisindexes von 17,3 Prozent entspreche. Zugleich würden sich Landwirte über einen Rückgang oder zumindest ein unzureichendes Wachstum ihrer Margen beklagen, was auch auf das starke Ungleichgewicht der Verhandlungsmacht der Landwirte gegenüber den großen Handelsketten zurückzuführen sein könne. Die Behörde teilte mit, dass es daher sinnvoll sei, „die Rolle des Großhandels bei der Verteilung der Wertschöpfung entlang der Agrar- und Lebensmittelkette und bei der Bildung der Endpreise näher zu untersuchen.“ Die Untersuchung soll bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein.





















