Inflation und Mindestlohn: NRW-Bäckerinnungsverbände stimmen Kunden auf Preissteigerungen ein

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Inflation und Mindestlohn: NRW-Bäckerinnungsverbände stimmen Kunden auf Preissteigerungen ein

16.11.2021 | Benno Kirsch

Im Bäckerhandwerk sind nach Ansicht von Jürgen Hinkelmann, Landesinnungsmeister des Bäckerinnungs-Verbandes Westfalen-Lippe, und Jörg von Polheim, Landesinnungsmeister des Verbandes des Rheinischen Bäckerhandwerks, Preissteigerungen in naher Zukunft unumgänglich. Sie verweisen in einer Pressemitteilung auf die durch den weltweiten Wirtschaftsaufschwung deutlich angestiegenen Nachfrage nach Gütern aller Art, was die Preise ansteigen lasse. Auch das Bäckerhandwerk sei von der Kostenexplosion in den Bereichen Energie, Transport und Rohstoffe betroffen. Bisher sei es den Handwerksbäckern gelungen, ihre Preise stabil zu halten. Doch das werde sich bald ändern. Hinkelmann und von Polheim wiesen darauf hin, dass nicht nur Mehl, Butter und andere zur Backwarenherstellung erforderlichen Güter um 30 bis 40 Prozent mehr kosten würden als im Vorjahr. Im nächsten Jahr werde ein weiterer Faktor hinzukommen: „Die Ankündigung der künftigen Bundesregierung, den Mindestlohn in 2022 auf 12 Euro anheben zu wollen, bringt das tarifliche Lohngefüge nicht nur im Bäckerhandwerk gehörig durcheinander“, teilten sie mit. Die Tarifautonomie werde dadurch geschwächt, das eigentliche Ziel aber nicht erreicht, weil eine Lohnsteigerung durch eine höhere Inflation „einfach verpuffen“ werde. Als Alternative zur Erhöhung des Mindestlohns schlagen Hinkelmann und von Polheim vor, die Arbeitnehmer durch Steuersenkungen zu entlasten.


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