Stadtbäckerei Böse am Gänsemarkt soll im September

Foto: BJ / Christin Krämer 2019

Stadtbäckerei Böse am Gänsemarkt soll im September

04.03.2020 | Christin Krämer

Hamburgs älteste Bäckerei, die Stadtbäckerei Böse am Gänsemarkt, schließt am 30.September diesen Jahres. Das berichtet die Bild-Zeitung. Grund sei nicht die mangelnde Kundschaft – im Gegenteil: Der Laden brummt. Als unsere Redaktion die Filiale im Juni 2019 besuchte, konnte sie täglich an die 2.500 Gäste verbuchen –, sondern ist baulicher Natur. Das fünfstöckige Bauwerk hinter dem Ladengeschäft sei laut Bild marode und beginne zu bröckeln. So drohe ein stillgelegter Außenfahrstuhl sich vom Gebäude zu lösen. Schon im Jahr 2005 ließen Inhaber Stefan Böse und sein Vater Hartwig das Haus für 2,4 Millionen Euro sanieren. Eine erneute Sanierung sei zu teuer, ebenso eine Verlegung der Produktion auf die grüne Wiese, schreibt Bild weiter. Im März 2018 hatte Böse außerdem noch in das Fachgeschäft investiert: Es wurde kernsaniert und bekam ein neues Thekenkonzept, um die Arbeitsabläufe zu optimieren und den Kundenandrang zu bewältigen.

Trost für 44 der rund 60 Mitarbeiter am Gänsemarkt: Sie können ihre Arbeitsplätze behalten, da die Bäckerei Junge aus Lübeck sie übernehmen wolle. So zitiert die Bild Junge-Sprecher Dominik de Lage: „Wir wollen die Tradition unter dem Namen ‘Stadtbäckerei’ gern am Standort Gänsemarkt weiterführen.“ Damit könnte das Geschäft am Gänsemarkt gerettet werden, allerdings mit Backwaren aus der Junge-Produktion in Lübeck. Böse suche aktuell einen Käufer für seine Backstube.


Liebe Leserin, lieber Leser,

schön, dass Sie hier sind. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zum Inhalt des Artikels. Auf unseren Seiten moderieren wir die Diskussionen.

Aus rechtlichen Gründen speichern wir Ihren angegebenen Namen, Ihre angegebene E-Mailadresse und Ihre IP-Adresse. Nähere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bei Fragen, Anmerkungen und Kritik erreichen Sie unser Team unter redaktion@baeckerwelt.de.

Ihr Bäckerwelt Moderations-Team


Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft und erscheinen daher zeitverzögert. Ein Recht auf Veröffentlichung gibt es nicht. Die Redaktion behält sich sinnwahrende Kürzungen vor.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare:

Bisher sind noch keine Kommentare vorhanden. Seien Sie die/der Erste!