Aller Anfang

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21.06.2019 | Lukas Orfert

Als der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks vor wenigen Tagen eine E-Mail mit dem Betreff: „Strukturreform im Bäckerhandwerk: Beschlüsse für zukunftsfähige Verbandsstrukturen”, über den großen Verteiler jagte, war unsere Neugier geweckt. Beim Lesen machten sich jedoch schnell gemischte Gefühle breit. Viele der Inhalte aus der umfangreichen Mitteilung verdienen leider das Prädikat: too little, too late – also zu wenig und zu spät. Denn das, was im Text mit dem Ziel: „Jeden Tag fünf Prozent Revolution” beschrieben ist, bleibt an vielen Stellen recht vage. Oft sind die dort beschrieben „richtungsweisenden” Beschlüsse nicht mehr als Empfehlungen in Richtung der Landesverbände oder selbstverständliche Aufgaben der Verbände. Ein Beispiel: „Ziel sind attraktive Tarifverträge mit möglichst hoher Akzeptanz.” Man sollte doch meinen, dass dieses Ziel schon seit jeher die Verantwortlichen umtreibt und mitnichten Teil einer Strukturreform sein kann. Wir möchten dem Zentralverband dennoch zu Gute halten: Es ist positiv, wenn wie hier Gedanken geäußert werden, die zu einer Diskussion einladen. Denn nur wenn Ziele formuliert sind, lassen sich diese auch verfolgen. Hoffnung macht dementsprechend auch der letzte Passus der Mitteilung: „Die Beschlüsse werden nun von den einzelnen Einheiten im Detail ausgearbeitet, um die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Beschlüsse zu schaffen.” Erst wenn das passiert, kann sich die angekündigte Reform auch wirklich einstellen. Wir werden also gespannt beobachten, welche Konsequenzen aus diesen Ankündigungen folgen. Damit ist zumindest Eines garantiert: Auch die folgenden E-Mails


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