Die Bemühungen, das Bäckerhandwerk für Azubis attraktiver zu machen, scheinen erste Früchte zu tragen: Die Branche hat von Januar bis September 2024 insgesamt 6.381 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge verbuchen können – 1.008 mehr als im Vorjahr. Das teilte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks mit. Besonders der Fachverkauf verzeichnete mit 4.386 Neuverträgen (+22,5 Prozent) einen starken Zuwachs, während die Zahl der Bäcker-Azubis um 11,4 Prozent auf 1.995 stieg.
Der Zentralverband führt den Erfolg nicht nur auf langjährige Nachwuchsarbeit, sondern auch auf internationale Rekrutierung (beispielsweise aus Vietnam) und die Nutzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zurück. Damit hebt sich die Branche vom bundesweiten Trend ab, der einen Rückgang der Ausbildungsverträge um -0,5 Prozent zeigt. Während das Handwerk 2016 allerdings noch rund 17.800 Auszubildende zählte, zeigt sich 2023 eine ernüchternde Bilanz: Die Zahl der Azubis sank bis dahin um etwa 10.000. Um der weiterhin angespannten Lage entgegenzuwirken, fordert Verbandspräsident Roland Ermer mehr politische Unterstützung, etwa durch Gleichstellung von beruflicher und akademischer Bildung, bessere Berufsorientierung an Schulen und bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende.
Das Bäckerhandwerk beweist mit wachsender Attraktivität, dass gezielte Maßnahmen für eine zukunftsfähige Branche wirken. Der Zentralverband sieht in den bisherigen Erfolgen zudem Bestätigung und Motivation für die Fortsetzung dieser Strategie.




















