Der Verband Deutscher Großbäckereien und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich in der vierten Verhandlungsrunde für die Tarifgebiete Nord und Nordrhein-Westfalen nicht geeinigt. Die Arbeitgeber boten unter anderem Lohnerhöhungen von 3,0 Prozent ab September 2025 und 2,4 Prozent ab August 2026, eine Einmalzahlung von 600 Euro sowie höhere Ausbildungsvergütungen an. Die NGG lehnte das Angebot ab und forderte weitergehende Zugeständnisse. Arbeitgeber-Verhandlungsführer Tobias Schuhmacher sprach gegenüber der Presse von einer „Blockadehaltung“ der Gewerkschaft und warnte vor Gefahren für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze. Mohamed Boudih, Vorsitzender der NGG in NRW und Verhandlungsführer, warf den Arbeitgebern vor, den Abbruch der Gespräche provoziert zu haben, und kündigte in einer Mitteilung weitere Streiks bis zur nächsten Verhandlung am 27. August in Münster an. Betroffen seien unter anderem Betriebe von Harry Brot, Bonback (Lidl Schwarz), Lieken, FSB (Aryzta Gruppe), WBack und Mestemacher.
Brotindustrie: Tarifverhandlungen für Gebiete Nord und Nordrhein-Westfalen gescheitert
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