Bundeskartellamt stimmt Glockenbrot-Übernahme durch Harry zu

Foto: BW / Benno Kirsch 2024

Bundeskartellamt stimmt Glockenbrot-Übernahme durch Harry zu

22.04.2025 | Alea Brockhaus

Das Bundeskartellamt hat der Großbäckerei Harry-Brot grünes Licht für die Übernahme von Glockenbrot-Produktionsstandorten der Rewe Group gegeben. Harry-Brot kauft das Glockenbrot-Werk in Bergkirchen bei München von der Rewe-Group und übernimmt einen Standort in Erlensee bei Hanau (Hessen), der vormals ebenfalls zu Rewe gehörte und als Standort für ein Fleischwerk vorgesehen war. Das Werk in Frankfurt-Fechenheim wird nicht übernommen. Die Backwarenproduktion läuft voll unter Harry-Regie ohne Einflussmöglichkeiten der Rewe, allerdings werden zur Verwaltung der Liegenschaften zwei Grundstücksgesellschaften gegründet.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, begründet die Entscheidung: „Harry-Brot ist der mit Abstand führende Hersteller von Brot- und Backwaren in Deutschland. Die geplante Übernahme der Rewe-Tochter Glockenbrot wird diese Position nochmals verstärken. Dennoch haben wir keine durchgreifenden wettbewerblichen Bedenken, die eine Untersagung des Vorhabens hätten rechtfertigen können. Entscheidend für diese Bewertung ist, dass Glockenbrot bislang ausschließlich konzernintern für Rewe produziert hat und sich die wettbewerbliche Situation für andere Marktbeteiligte durch die Übernahme nur in einem überschaubaren Maße verändert. Es gibt im hauptsächlich betroffenen Markt für Selbstbedienungs-Brot- und Backwaren auch nach dem Zusammenschluss noch leistungsfähige Wettbewerber. Die wettbewerblichen Auswirkungen der darüber hinaus geplanten Kooperation zwischen Rewe und Harry-Brot werden wir weiter beobachten.“