Kennen Sie die Filmkomödie „Idiocracy“ aus dem Jahr 2006? Wenn nicht: Ruhig einmal hineinschauen, falls Ihr Streaminganbieter sie gerade im Sortiment hat. Politisch nicht ganz korrekt, beschreibt sie, wie die Menschheit immer weiter degeneriert. Am Ende steht die Herrschaft der Idioten, und manch einer glaubt, entsprechende Zeichen schon heute in Deutschland sehen zu können. Derzeit soll zum Beispiel etwa jedes vierte Viertklässler-Kind beim Lesen nicht mehr den Mindeststandard erreichen. Als Erwachsene werden diese Menschen kaum noch in der Lage sein, zusammenhängende Texte zu verstehen. Wobei wir auch bei der Frage wären, was die Kommunikation des Bäckerhandwerks noch vom Kunden erwarten kann. Funktioniert der nur nach einem einfachen Reiz-Reaktionsschema? Im besten Falle „schmeckt – schmeckt nicht“, im schlimmsten „billig – zu teuer“? Hat es wirklich Einfluss auf die Kaufentscheidung, wenn Sie bei der Führung Ihrer Bäckerei großen Wert auf Nachhaltigkeit legen? Und welche Nachhaltigkeitsfaktoren sind dem Kunden wichtig? Besteht Hoffnung, dass eine relevante Zahl von Kunden den Begriff „Langzeitführung“ versteht? Sind Sie für viele Kunden schon ein „Fabrikbäcker“, wenn Sie Teiglinge im Laden abbacken? Auf solche Fragen hat so jeder Bäcker seine Antworten. Allerdings beruhen die eher auf anekdotischen Erfahrungen. Und, ja, wir wissen, dass es „den“ Kunden schon lange nicht mehr gibt. Trotzdem wäre es schön, etwas mehr über ihn zu erfahren. Nicht nur oberflächlich im Stile von „Legen Sie Wert auf Nachhaltigkeit?“ – „Natürlich! Ich ernähre mich zu 200 Prozent biovegan“, sondern in Bezug auf die tatsächlichen Kaufentscheidungen. Die Konkurrenten vom LEH dürften entsprechende Daten haben und mit ihnen arbeiten. Vielleicht greifen ja zentrale Institutionen der Branche mal wieder tiefer in die Spardose und stellen den Bäckern valide Informationen zur Verfügung? Entsprechende Untersuchungen sind unseres Wissens jedenfalls schon älter.
Kommentare |




















