Die Zukunft der Bäko – ein Kommentar von Trond Patzphal, Verleger

Die Zukunft der Bäko – ein Kommentar von Trond Patzphal, Verleger

14.01.2022 | Trond Patzphal

Die Bäko-Organisation ist das Rückgrat des deutschen Bäckerhandwerks. Durch eine Indiskretion aus dem „Bäkosüden, Abteilung öffentlicher Dienst“ landeten plötzlich Hintergrundinformationen zum Erneuerungsprozeß der Bäko (hier ging es auch um die ehemalige Landeszentrale Ladenburg) bei der Rhein-Neckar-Zeitung, die dann am 24. November mit folgender Schlagzeile den Lokalteil aufmachte: „Für den Bäko-Standort sieht es schlecht aus – künftig soll es nur noch zwei Lagerstandorte in ganz Deutschland geben – nun geht die Angst um.“ Die Bäko-Zentrale eG mit dem geschäftsführenden Vorstand Stefan Strehle sah sich nun in der Situation, schnell gewisse Dinge klarzustellen, damit sich Unsinn nicht durch Vervielfältigung in den Köpfen einnistet, obwohl man eigentlich noch nicht ganz fertig war mit dem Konzept „Zukunft der Bäko in digitalen Zeiten“. In dem hier nun veröffentlichten Interview wollen wir unseren Lesern ein bißchen Klarheit geben über die Pläne der Bäko-Zentrale, das Interview wurde von mir geführt, es ist autorisiert und ich hatte den Eindruck, daß mir ehrlich und umfassend geantwortet wurde. Stefan Strehle war einige Jahre bei der Bäko Nord, bevor der als Geschäftsführer zu Bofrost abwanderte. Ihm ist klar, welche große Aufgabe der digitale Wandel für die Bäko und vor allem für Ihre Kunden bedeutet und welchen Nutzen eben jener bringt. Ihm wurde eine sehr anspruchsvolle Aufgabe gestellt, er ist integrativ und vermittelnd. Und er ist nicht feige. Hier muß ich leider doch noch einmal zu seinem Vorgänger kommen. Norbert Hupe wurde dereinst eingestellt als „Jener“, der die Integration der Landeszentralen durchsetzen sollte, generierte sich als Kapitän bei der Stabübergabe von Lutz Henning und hat dafür (wie gut informierte Kreise mir steckten) ganz gute Gehaltszahlungen ausgehandelt. Als im Ansatz klar war, daß die Integration viel Arbeit und auch Streit und Diskussion bedeutet, hat er mit 60 Jahren gut dotiert die Fahnen gestrichen, im letzten Jahr ist unter Hupe nichts mehr passiert! Im Übrigen war Hupe von Beginn an die falsche Wahl für diesen Posten. Die Bäko-Zentrale hat in dem vor einem Jahr neu gewählten Aufsichtsrat und Vorstand viele Bäcker, denen klar ist, daß die Bäko eG als Sekundargenossenschaft und Dienstleister der 27 Bäkos in Deutschland eine digitale Transformation vornehmen muß und sich logistischen Erneuerungen nicht verschließen darf, damit das Bäckerhandwerk weiterhin sein Rückgrat behält. Die Kunden müssen mitgenommen werden und Ihre Vorteile erkennen. Ich wünsche allen Beteiligten viel Glück und habe doch noch eine kleine Bitte: Kollegen, wählt doch auch mal eine Frau in Vorstand oder Aufsichtsrat … (wenn Ihr keine kennt, ich kann aushelfen!)


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