Go by Göing: Neues Bäcker-Konzept in Hannover

Die Innenansicht des Konzept-Kisok Go by Göing in Hannover

Foto: DBZM / Lukas Orfert 2020

Go by Göing: Neues Bäcker-Konzept in Hannover

05.03.2020 | Lukas Orfert

Thomas F. Göing hat seinen Arbeitsplatz an einem Ort, den man getrost als Großraumbüro bezeichnen kann. Neben ihm arbeiten hier sechs weitere Kollegen. Für Besucher ist Göing auf den ersten Blick nur durch die leicht exponierte Lage seines Schreibtisches zu erkennen. Früher war der Raum das Büro einer einzelnen Person. Sinnbildlich steht diese Veränderung für einen Prozess in der gesamten Bäckerei: „Ich möchte Barrieren abbauen, die Kolleginnen und Kollegen können jederzeit zu mir kommen und ein offenes Ohr erwarten,“ sagt der Unternehmer. Um dafür Zeit zu haben, treibt er weitere Entwicklungen voran: „Jeder meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll seinen eigenen Bereich führen und unternehmerisch handeln, also Verantwortung übernehmen. Das heißt aber auch, dass meine ‚Göings‘ ihre Entscheidungen nicht einfach an mich weitergeben können.“ Was das konkret für die tägliche Arbeit in der Bäckerei bedeutet, wird am neuen Projekt Go by Göing klar, welches im Oktober 2019 am Lister Platz eröffnet hat.

Gesunde Snacks aus der Bäckerei

Go by Göing ist ein Konzept, das die Bedürfnisse der Gäste in einer modernen Arbeits- und Lebenswelt befriedigen soll: hochwertige, gesunde Snacks, die der Gast unkompliziert to-go mitnehmen kann. Natürlich verbunden mit gutem Service. Die Idee dazu hatte Göing selber, umgesetzt haben es seine Mitarbeiter: „Ich habe das Brett dafür hingelegt. Die passenden Legosteine zusammengesetzt haben die Kolleginnen und Kollegen aus allen Abteilungen.“ Im Januar 2019 nahm das Projekt, konkrete Formen an. Neun Monate später wurde eröffnet. In der Zeit danach zeigte sich, dass nicht alles wie geplant funktionierte. Wie jedes neue Projekt ging auch dieses mit Fehlern an den Start. Was alle Verantwortlichen erst einmal verdauen mussten, wie Göing berichtet: „In der ersten Phase kann man schon von einer Schockstarre sprechen. Außerdem kam die Erwartung auf, dass ich mich einmischen sollte, um das zu regeln. Es kostete mich Überwindung, genau das nicht zu tun. Schließlich ging es auch um mein Geld. Nach einer gewissen Weile ist genau das passiert, was ich mir gewünscht habe: Die Kolleginnen und Kollegen haben angefangen, das Konzept eigenständig anzupassen und Fehler auszubügeln.“ Lesen Sie hier mehr …


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