Haben Sie was zu verschenken?

Haben Sie was zu verschenken?

18.06.2024 | Dirk Waclawek

Vor kurzem bekam eine Handelskette aus der Schweiz Ärger mit einem Verbraucherschutzmagazin. Angeblich erreichten die Brote nicht das angegebene Gewicht – was der Konzern umgehend dementierte. Das Beispiel zeigt aber, dass in der Industrie streng darauf geachtet wird, das angegebene Gewicht möglichst exakt zu treffen. Schließlich hat man nichts zu verschenken. Im ehrbaren deutschen Bäckerhandwerk sieht man das anscheinend kundenfreundlicher, eine Zugabe von fünf Prozent mehr sind da locker drin. Bei unserem letzten Testkauf in Hannover stellten wir jedenfalls bei den Broten einiger Bäcker ein deutliches Übergewicht fest. Das mag mit der handwerklichen Herstellung zu tun haben, wobei wir den betroffenen Betrieben von der technischen Ausstattung her eine präzisere Einwaage zutrauen. Bleibt der Verdacht, dass die Mitarbeiter nicht immer an die Wareneinsatz-Optimierung zugunsten ihres Arbeitgebers denken. Der langen Rede kurzer Sinn: Kontrollieren Sie regelmäßig, dass die Einwaagen nicht allzu großzügig überschritten werden. Das hat übrigens nicht nur den „Kleinvieh macht auch Mist“-Effekt. Bei unseren Testkäufen hatte ein Kastenbrot auch qualitativ unter der zu hohen Einwaage gelitten.


Kommentare |